p
07.09.2010Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Julia Gillard kann in Australien weiterregieren

Drei von vier unabhängigen Abgeordneten und ein Grüner geben der Labour-Premierministerin eine knappe Mehrheit

  • drucken
  • versenden

Nachdem die unabhängigen Abgeordneten Tony Windsor und Rob Oakeshott heute ihre Unterstützung für sie bekannt gaben, kann die australische Premierministerin Julia Gillard mit der Bildung einer Regierung beginnen. Oakeshott, der als ausgesprochen fiskalkonservativer Politiker gilt, betonte allerdings gegenüber der Presse, wie schwer ihm die Entscheidung fiel und dass die Premierministerin nun keineswegs weiterregieren dürfe wie zuvor.

Mit Oakeshott und Windsor kann sich Gillard auf eine knappe Mehrheit von 76 der insgesamt 150 Sitze stützt. 72 davon nehmen Abgeordnete der Labour-Partei ein. Der Grüne Adam Bandt und der Unabhängige Andrew Wilkie hatten bereits vorher ihre Präferenz für eine Zusammenarbeit mit ihr erklärt.

Nur einer der vier parteifreien Abgeordneten, der libanesischstämmige Bob Katter, schlug sich auf die Seite des Oppositionsführers Tony Abbott, dessen liberalkonservatives Bündnis bei der Wahl am 21. August auf 73 Abgeordnete kam. Katter begründete seine Entscheidung vor allem mit der angeblich schäbigen Behandlung des von Gillard in einem parteiinternen Putsch gestürzten Labour-Premiers Kevin Rudd.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/148328
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS