Terrorismus der Amokläufer
Der Amokläufer von Milwaukee war ein Armeeveteran und ein Rassist
Die Waffenbesessenheit der Amerikaner bleibt auch nach den beiden letzten Amokläufen in einem Kino und in einem Sikh-Tempel ungebrochen. Die verrückte Logik der Waffenfans ist, dass gerade in einer Welt, die durch die Verbreitung von Schusswaffen gefährdet ist, der Besitz einer Schusswaffe eine Sicherheit darstellt. Dazu kommt, dass die seit 2001 gepflegte Aufrüstung gegen den islamistischen Terror die Gewaltbereitschaft der rechtsextremen und rassistischen Gruppen in den Hintergrund schob. Das ist nicht nur in den USA so, sondern auch, siehe NSU, in Deutschland. Die Gefahr wird nach außen verschoben, auch wenn sie innen entsteht, um eine paranoide Einheit zu wahren.
Wie sich herausstellt, war der Amokläufer von Milwaukee, Wade Page, ein 40 Jahre alter Armeeveteran, geschult in psychologischer Kriegsführung, der aber schon 1998 wegen Trunkenheit ins Nichtstun entlassen wurde. Die militärisch zu Kampfmaschinen ausgebildeten Menschen, für die Eliminieren die primäre Konfliktlösung ist, werden in den Gesellschaften zunehmend zum Problem. Traumatisiert von Kriegseinsätzen oder mental verformt durch die Ausbildung stehen sie in Gefahr, auch im Zivilleben weiter militärisch zu handeln. Es sind Zeitbomben oder Schläfer, die sich vermehren, wenn im Ausland militärisch interveniert wird.
Page, ein Neonazi, dessen Mutter früh gestorben war, offensichtlich in aktuellen Beziehungsproblemen, hat bei Heavy-Metal-Bands wie Definite Hate oder End Apathy mitgewirkt, in denen Rassismus oder die Tötung von Schwarzen, Juden, Schwulen und anderen immer ein Thema war. Der Selbstmordattentäter hat allerdings kein Manifest hinterlassen, zumindest wurde noch keine Botschaft gefunden. Sein Gewehr war legal gekauft worden
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