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17.08.2012Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Man bleibt zunehmend unter sich

In den USA vertieft sich nicht nur die Kluft zwischen Arm und Reich, Arme und Reiche leben auch zunehmend räumlich in unterschiedlichen Vierteln

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In den USA wird nicht nur die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer, auch die Gentrifizierung steigt an. Die Wohlhabenden bleiben ebenso unter sich wie die Mitglieder der ärmeren Schichten, die räumliche Trennung der Gesellschaft schafft Homogenität, kein gutes Zeichen für die urbane Kultur und schon gar nicht für die Einheit der Gesellschaft und die Durchlässigkeit der sozialen Mobilität. Der amerikanische Traum, den offensichtlich noch viele der Anhänger der republikanischen Partei und der Tea-Party-Bewegung anhängen, ist zunehmen ein Traum, dem weiter der Boden entzogen wird, sollte Romney mit seinem neoliberalen Programm an die Macht kommen.

Nach einem Bericht des Pew Research Center in den USA und 30 der großen urbanen Regionen hat die Segregation in den letzten 30 Jahren zugenommen. Hatten 1980 noch 23 Prozent der einkommensschwachen Haushalte in Gebieten gewohnt, in denen die Mehrheit der Haushalte niedrige Einkommen haben, so waren es 2010 bereits 28 Prozent. Bei den reichen Haushalten hingegen stieg der Anteil von 9 auf 18 Prozent. Die Viertel, in denen es Haushalte mit unterschiedlichen Einkommen gibt, sind von 85 Prozent auf 76 Prozent geschrumpft. Allerdings ist die Segregation der sozialen Schichten nach dem Einkommen weiterhin weniger gravierend als die aufgrund der ethnischen Herkunft, vor allem was das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen betrifft.

Unter den bevölkerungsreichsten metropolitanen Regionen ist die soziale Kluft in New York am stärksten. Hier sind 41 Prozent der einkommensschwachen Haushalte in armen Stadtvierteln, in Atlanta nur 26 Prozent. Dagegen haben sich die Reichen am stärksten in Houston und Dallas räumlich konzentriert.

Pew hat aus dem Anteil der einkommensschwachen Haushalte in einkommensschwachen Vierteln und der reichen Haushalte in reichen Vierteln einen Residential Income Segregation Index (RISI) ermittelt. An der Spitze dieses Rankings Houston, Dallas und New York. Dafür seien zahlreiche Ursachen verantwortlich. Auffällig sei, dass in den urbanen Regionen mit den höchsten Zuwächsen des RISI-Rankings für Ungleichheit die meiste Zuwanderung von schlecht ausgebildeten Arbeitern und gut gestellten Rentnern und damit das größte Wachstum stattgefunden habe. Insgesamt sind im Südwesten der USA die Unterschiede am stärksten gewachsen, im Westen und im Südosten am geringsten.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152574
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