Fast 13 Millionen Deutsche sind "armutsgefährdet"
Alleinerziehende mit ihren Kindern und Alleinlebende sind am stärksten betroffen
Nach Daten des Statistischen Bundesamts waren 2010 15,8 Prozent der Menschen in Deutschland armutgefährdet. Wer nach im Jahr weniger als 11.426 Euro oder im Monat weniger als 952 Euro zur Verfügung hat, Trensferleistungen inklusv, gilt als armutsgefährdet.
Offenbar ist zumindest in den letzten Jahren der Anteil in etwa stabil geblieben. 2009 waren 15,6 Prozent und 2008 15,5 Prozent armutsgefährdet. Das heißt aber auch, dass sich die Armutsquote in Deutschland verfestigt hat. Betroffen sind vor allem Alleinerziehende mit ihren Kindern. Mit einer Quote von 37,1 Prozent ist hier mehr als jeder Dritte armutsgefährdet, gefolgt von alleinlebenden Menschen mit 36,1 Prozent. Bei Frauen liegt der Anteil mit 16,8 Prozent ein wenig höher als bei Männern mit 14,9 Prozent.
Noch geht es den Menschen über 65 Jahren relativ gut. Mit 14,2 Prozent liegt der Anteil der Armutsgefährdeten unter dem Durchschnitt. Aber das dürfte nicht mehr lange so bleiben, wenn die Welle der Armutsrentner anrollt. Bei den Menschen zwischen 18 und 64 Jahre liegt der Anteil hingegen bei 16,4 Prozent, bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bei 15,6 Prozent. Am wenigsten schlecht fahren aus leicht nachvollziehbaren Gründen Haushalte mit zwei Erwachsenen. Hier sind "nur" 11,3 Prozent armutsgefährdet.
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