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13.02.2013Politik-News
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Wenig Probleme mit Herkunft aus Vietnam

Einer YouGov-Umfrage nach spielt Philipp Röslers Physiognomie für seine Unbeliebtheit nur eine geringe Rolle

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In Umfragen zu wichtigen Politikern landet der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler seit geraumer Zeit regelmäßig auf dem letzten Platz. Den Erfolg, den seine Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen verbuchte, erreichte sie eher trotz ihm als mit ihm. Dies war möglicherweise einer der Gründe, warum der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn am 6. Februar in einem Zeitungsinterview öffentlich vermutete, dass sein Bundesäquivalent wegen seiner Physiognomie abgelehnt werde.

Der dafür wörtlich verwendete Ausdruck "asiatisches Aussehen" löste in den Medien und beim politischen Gegner einen Empörungsreflex aus, der nur wenig Rücksicht auf das nahm, was Hahn tatsächlich gesagt hatte: Linken-Chef und Verdi-Funktionär Bernd Riexinger warf ihm "Rassismus in Reinkultur" vor, der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel sprach von einer "unfassbaren" Entgleisung und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour meinte, Hahn würde sich "dem Rassismus hingeben, statt sich ihm entgegenzustellen". Von Rösler selbst und von anderen FDP-Sprechern wurde Hahn dagegen in Schutz genommen.

Nun hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov das Ergebnis einer Umfrage veröffentlicht. Ihr zufolge gibt es zwar einen Teil der Deutschen, der ein Problem mit Röslers Herkunft aus Vietnam hat – aber der ist mit 11 Prozent relativ klein. 79 Prozent geben dagegen explizit an, damit keine Schwierigkeiten zu haben. Dieses Ergebnis ist dann wenig überraschend, wenn man berücksichtigt, dass Rösler zu Beginn seiner Karriere, als die Wähler ihn eher von Bildern als von Taten kannten, weit weniger unbeliebt war als heute und sogar als Hoffnungsträger galt. Erst als er daran festhielt, eine Krankenversicherungs-Kopfpauschale als "gerecht" zu preisen und als herauskam, dass das Gesundheitsministerium unter seiner Führung Gesetzesformulierungen zur Preisfestsetzung von Medikamenten dem Willen von Lobbyisten anpasste, sank sein Stern.

Weniger zustimmend als zu Röslers Herkunft äußerten sich die von YouGov Befragten zur Möglichkeit eines Bundeskanzlers mit Wurzeln im Ausland: Einer Mehrheit von 46 Prozent wäre dies zwar egal, aber 29 Prozent fänden das explizit schlecht und nur 11 Prozent gut.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/153728
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