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Ist die Zeit der sozialen Utopien vorbei?
Bewertung dieses Beitrags: 100%
10. Februar 2010 05:08

Aussage von Palin falsch interpretiert (Editiert vom Verfasser am 10.02.10 um 05:41)

Rainer Sommer, Sie verstehen das wahre Ausmass der Dummheit hinter
Palins Ansichten über die Gier bei einigen Bankern noch nicht,
genausowenig wie einige andere Kommentatoren.

1. Die Gier kommt von einzelnen Akteuren die sich entgegen den
gottesfürchtigen Herzen schändlich über die 'natürlichen'
Marktmechanismen erhoben haben und sich dabei in Sünde, also
unberechtigt, bereichert haben. 
2. Der Markt kann letztendlich nur von Gott reguliert werden
3. Wer aber Gottes Wille folgt, der ist zur Bestrafung von Sündern
bemächtigt und kann dem "freien Markt" als guter Hirte Gottes dienen.

Wallstreet braucht sich vor Palin also kaum zu fürchten was eine
Bedrängung des freien Marktes anbetrifft. Wenn Wallstreet für Palin
Bauernopfer vorbereitet, ist die Sache geritzt. 
Was allerdings zu befürchten ist gilt nicht nur für Wallstreet,
sondern die USA vor allem und die globalisierte Finanzwirtschaft,
nämlich dass Palin als Präsidentin das Land in ein struktuelles Chaos
stürzen könnte und so nach Bush weitere weltweite Risse im bereits
angeschlagenen Finanzsystem auslösen sowie unsere sozialethischen
Konstrukte weiter sozialdarwinistisch umbauen könnte .

Aber wer weiss, vielleicht ist dies Wille Gottes ;)

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