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6. November 2009 10:21

Bewerbungen von vor 20-30 Jahren

Ich hatte neulich das Vergnügen die Bewerbungsunterlagen eines
Bekannten zu Gesicht zu bekommen, der vor knapp einem Jahr ein
BEwerbungstraining bei der Dekra-Akademie hatte, wo er auch seine
Kraftfahrer-Umschulung gemacht hat. Kurzum, der Lebenslauf war eine
Katastrophe, alles inklusive Bild auf Linksachse geschraubt und
natürlich kein Europass-Lebenslauf. Das Bild hatte im Hintergrund
versciedene helle Streifen, so dass es wirkte wie ein Bild aus der
Freizeit oder vom Hobbyfotografen. Das Anschreiben war die zweite
Katastrophe und eigentlich auch nicht zu begreifen. Dazu war das
Ganze auf einem in dem Kurs selbst entworfenen Briefpapier
positioniert, das den Eindruck erweckte, es würde sich eine Firma bei
einer Firma bewerben. Da stimmte von vorne bis hinten gar nichts und
das hat wohl mit den niedrigen Stunden- und Tagessätzen der Trainer
in solchen Maßnahmen zu tun. Wenn Stundensätze gezahlt werden, die
unter einem Satz von z.B. 20 Euro liegen, welche selbst viele
Volkshochschulen zahlen, wo man nicht so eine schwierige und teils
auch bockige Klientel hat, dann stimmt irgendwas nicht. Dann steckt
nämlich der jeweilige Seminaranbieter zuviel der Kohle für die
Verwaltung in seine eigenen Taschen, so dass für die Trainer nur noch
Peanuts bleiben. Und wie heißt es so schön: If pay peantus, you only
get monkeys. Da tun mir die Arbeitslosen manchmal richtig leid, wenn
sie sich Bewerbungstraining von der FRührentnerin verklickern lassen
müssen, die vor 20 oder 30 Jahren zum letzten Mal ein Buch über
Bewerbungen gelesen hat.

MfG

ZOMTEC

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