Telepolis Buch

Die paranoide Maschine

Computer zwischen Wahn und Sinn

Heise Zeitschriften Verlag
220 Seiten, Broschur
18,00 Euro
ISBN 3-936931-18-6

Computer denken nur an das Eine...

Menschen denken komplex: Wir können viele Perspektiven gleichzeitig einnehmen und deshalb lernen, kreativ Neues erfinden, kommunizieren und uns an unsere Umwelt anpassen.

Computer dagegen sehen alles aus einer einzigen Perspektive, die ihnen ihr jeweiliges Programm vorgibt. Wie perfekte Bürokraten machen sie permanent Dienst nach Vorschrift. Aus menschlicher Sicht sind sie darum schlicht "paranoide Maschinen&"...

Denkmaschinen haben wir uns eigentlich anders vorgestellt: anpassungsfähig, flexibel und kreativ unser eigenes Denken ergänzend und unterstützend. Woran liegt es, dass trotz Rechenchips, die alle 18 Monate ihre Geschwindigkeit verdoppeln, und trotz Software, die mit jeder Generation im gleichen Maß anschwillt, Computer noch immer in einem elektrischen Koma zu liegen scheinen?

Der Filmemacher und Neue-Medien-Pionier Peter Krieg geht in Die Paranoide Maschine diesen Fragen nach und zeigt, dass die Grundlagen der Computer nach wie vor in der klassisch mechanischen Logik von Aristoteles, Newton und Descartes verharren, die sich zwar hervorragend zum Bau von Uhren, Dampfmaschinen und Autos eignet, aber nicht für komplexe Denkmaschinen.

Dem Leser eröffnet sich ein ebenso ungewöhnlicher wie faszinierender Blick auf die Geschichte des modernen Denkens, die philosophischen Grundlagen unserer Technik und schließlich auf die Auswirkungen der Maschinenmetapher in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft...

Man muss sich nicht für Technik oder Computer begeistern, um hier faszinierende neue Erkenntnisse zu gewinnen. Auch für alle, die beruflich oder privat mit Computern umgehen, öffnet dieses Buch neue Perspektiven.

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http://www.heise.de/tp/buch/buch_19.html
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