Telepolis Buch

Die Bank sind wir

Chancen und Perspektiven von Social Banking

Verlag Heinz Heise
160 Seiten
15,90 Euro
ISBN 978-3-936931-64-8

Was ist Social Banking? "Die Bank sind wir" versucht, diesen Begriff im Bedeutungswandel und in seinen unterschiedlichen aktuellen Ausprägungen zu beschreiben. Das Buch zeigt, dass gerade mit Hilfe des Internets neue Formen der Beteiligung an den Geschäftsprozessen einer Bank möglich sind, die sich mit den Begriffen Partizipation, Mitbestimmung und Transparenz verbinden.

Die Einführung erläutert, wo die Defizite in der provisionsorientierten Bankberatung liegen, und ein historischer Rückblick beleuchtet die Entstehung und den Bedeutungswandel des „Social Banking“.

Der Autor analysiert neue Banking-Ansätze und beschreibt die unterschiedlichen Plattformen in der sozialen Kreditvergabe und in den sich neu formierenden finanziellen Netzwerken. Er untersucht, welche Nutzer sich mit welchen Motiven auf welchen Plattformen tummeln. Hierbei fließen Erkenntnisse aus der Kapitalmarktforschung und der Finanzsoziologie mit ein, um eine Brücke zwischen Anlage- und Konsumverhalten einerseits und dem Lebensstil unter dem Einfluss neuer Medien andererseits herzustellen.

In einem Ausblick vermittelt der Autor schließlich Ansätze, die das Bankwesen stärker auf die zentralen Existenzgrundlagen von Gesellschaft und Wirtschaft ausrichten.

Lesenswert für alle, die einen Blick hinter die "Black Box Bank" werfen wollen - und daran glauben, dass nicht mehr staatliche Regulierung die Zukunft im Bankwesen darstellt, sondern Geschäftsmodelle, bei denen die Nutzer die Regie führen.

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Inhalt:

Wozu Banken da sind - und was sie nicht gerne tun

  • Kunden sprengen Bank
  • Private Kreditauktionen machen Schule
  • Die älteste Bank Europas ist eine »Sozialbank«

Was ist Social Banking?

  • Moderne Geburtsstunde: »Community Reinvestment Act«
  • Deutsches Modell: Genossenschaften statt Pensionsfonds
  • Das neue Berufsbild »Social Banker«
  • Das Internet redefiniert »soziale« Geldanlage
  • Die Geburtsstunde von »Online-Banking«
  • Das BTX-Terminal scheitert
  • Direktbanken ignorieren soziale Netzwerke
  • Virtuelle Finanzgemeinschaften verändern Anlageverhalten
  • Wie Bankenwelt und soziale Mediennutzung verschmelzen

Online-Kreditauktionen: Kunden gestalten Darlehensvergabe

  • Internet-Kreditportale im Überblick
  • Die erste Gruppe
    - Kommerzielle Online-Kreditauktionen
    - Smava und Auxmoney in Deutschland
    - Wie riskant ist das Engagement?
    - Qualitative Unterscheidungsmerkmale
    - Wie risikoreich agieren die Betreiber?
    - Unregulierter Graumarkt bereitet Schwierigkeiten
    - »Bürgschaftsfunktion« für Kreditvergabe
    - USA: Hohe Ausfallraten bei Prosper.com
    - Neue Marktsegmente hart umkämpft
    - Bankless-life in Österreich gescheitert
    - Anlegerforen fordern transparentes Geschäftsgebaren
    - Peer-to-Peer-Kreditvergabe: Verlässlichen Rahmen schaffen
  • Die zweite Gruppe
    - Nach sozialen Kriterien gestaltete Mikrofinanz-Plattformen
    - Investieren statt spenden
  • Die dritte Gruppe
    - Bildungskredite etablieren sich
    - »Soziale« Kreditvergabe und Gewinnmaximierung
  • Die vierte Gruppe
    - Kreditplattformen für unternehmerische Zwecke
    - Das amerikanische Modell kommt nach Deutschland
    - Undurchschaubare Querverbindungen
    - Banken vernachlässigen Unternehmenskredite
    - Die Vielfalt unter nachhaltigen Geldinstituten wächst

Wie finanzielle Netzwerke die Geldanlage optimieren

  • Die persönliche Finanzbuchhaltung im Netz
  • Die erste Gruppe
    - Einfache Werkzeuge sorgen für Überblick
  • Die zweite Gruppe
    - Wie erfolgreich agiert »kollektive Anlegerintelligenz« an den Kapitalmärkten?
    - Forschung untersucht den Herdentrieb an der Börse
    - Anleger suchen unabhängige Information
    - Handeln wie ein Hedge-Fonds-Spezialist
  • Die dritte Gruppe
    - Börsengänge nach dem Web-2.0-Auktionsprinzip
    - Geldanlage versteigern wie bei eBay
    - US-Anbieter treiben Personal Finance Management (PFM)

Die Nutzer der einzelnen Plattformen

  • Ayondo
  • Betterplace
  • Fidor Bank AG
  • Lending Club
  • Mint.com
  • Noa Bank
  • Smava: Die Anleger und deren Motive
  • Smava: Wer sind die Kreditnehmer bzw. Schuldner?
  • Zopa: Autonome Anleger kreieren »Massennischenmarkt«
  • Welcher Anlegertyp welche Plattform bevorzugt
  • Fluchtpunkt Geld
  • Klassische Bindungsmuster lösen sich auf

Finanzdemokratie 2.0 zwischen Mythos und Realität

  • Medienhype um »Google-Bank« und »Facebook-Filiale«
  • Zukunftsperspektiven virtueller Geld- und Kreditgemeinschaften
  • Communities »hacken« Banken kreativ
  • Cybercash löst keine sozialen Herausforderungen
  • Neue Spielformen von direkter Mitbestimmung
  • Vertrauenskrise etablierter Institutionen
  • Internet als intelligentes Kulturwerkzeug
  • Neuer Fortschrittspfad jenseits von Ideologien
  • Hype-Zyklus: Das Internet weckt zu hohe Erwartungen
  • Ersetzt das Mobiltelefon die Kreditkarte?
  • Direktüberweisung in Entwicklungsländern
  • Technische Evolution und effektiveres Finanzsystem
  • Social Banking wird zur neuen Gemeinschaftswährung
  • Zukunftsvision: Common Banker als seriöse Verwalter von Gemeinschaftsgütern

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http://www.heise.de/tp/buch/buch_44.html
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