Telepolis Buch
Vom Datum zum DossierWie der Mensch mit seinen schutzlosen Daten in der Informationsgesellschaft ferngesteuert werden kann |
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Verlag Heinz Heise |
Täglich gehen personenbezogene Daten verloren. Je mehr Daten eines Menschen durch Behörden, Ärzte und viele anderen Dienstleister on- und offline bekannt werden, desto transparenter wird der Betroffene. Sind zusätzlich Bildungsstand, (Erb-)anlagen, Ernährungs-, Lebensgewohnheiten und Lebensstandard, Freunde, Interessen, Musikgeschmack, (sexuelle) Neigungen und soziale Herkunft bekannt, ist der Betroffene nicht nur Kriminellen ausgeliefert, sondern Staat und Wirtschaft können zusätzlich Prognosen erstellen:
Begeht Thomas morgen einen Terroranschlag?
Raubt Susanne demnächst die Sparkasse aus?
Hat Stefan bei der Steuererklärung geschummelt?
Ist Sabines Lebenswandel so ungesund, dass sie für die Krankenkasse zu teuer wird?
Welchen Preis sind die Müllers für ihr neues Auto zu zahlen bereit?
Datentechnisch droht der Mensch von Einzelhändlern, Facebook, Finanzdienstleistern, dem Fiskus, Google, Krankenkassen, Kriminellen und Strafverfolgern "ausgeschlachtet" zu werden. Jeder Einzelne ist deshalb auf die Diskretion derer angewiesen, denen er seine Daten anvertraut, und aufgerufen, über die allzu freimütige Preisgabe seiner Daten stärker zu reflektieren.
Das Buch beschreibt, wie die Sammler an die Daten kommen und sie zu Personen-Dossiers zusammensetzen. Die juristischen Konsequenzen werden für Laien anschaulich erläutert.
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Inhalt:
Einleitung
Rechtlicher Rahmen der Datenverarbeitung
- 2.1 Gesetzlicher Rahmen des Datenschutzes
- 2.2 Definition der personenbezogenen Daten
- 2.3 Prinzipien des deutschen Datenschutzrechts
- 2.4 Meldepflicht und Datenschutzbeauftragte
- 2.5 Rechte der Betroffenen
Große Datensammlungen
- 3.1 Staatliche Datensammlungen
- 3.2 Privatwirtschaftliche Datensammlungen
- 3.3 Zusammenführung der Daten zu Profilen
- 3.4 Die Analyse (un)strukturierter Daten
- 3.5 Datenverknüpfungen und ihre mögliche Folgen
Gestaltung der Datensparsamkeit
- 4.1 Daten in staatlicher Hand
- 4.2 Datennutzung durch Unternehmen
Daten im privaten Umfeld
- 5.1 Was sage ich wem?
- 5.2 Was sagen andere über mich?
Sicherheit der Daten
- 6.1 Akteure und ihre Motivation
- 6.2 Daten und Computer als »Hehlerware«
- 6.3 Welche Wege gibt es?
- 6.4 Nicht nur die eigene Sicherheit zählt
- 6.5 Wie kommt man Dieben auf die Schliche?
- 6.6 Sicherheit - Eine Frage der Einstellung
Aufsicht und Kontrolle über die Datenverarbeitung
- 7.1 Datenschutzaufsicht
- 7.2 Kontrolldichte
- 7.3 Kontrolle als Wettbewerbsvoraussetzung
Forschung: Wo geht die Reise hin?
- 8.1 RFID
- 8.2 Höhere Leistung, höhere Nachfrage
- 8.3 Das allgegenwärtige Internet verlangt nach der Wolke
- 8.4 Künstliche Intelligenz
- 8.5 Neuromarketing steigt den Menschen unters Dach
- 8.6 Von den »Rohdaten« zum geklonten Menschen
Schlussfolgerung
- 9.1 Astrid Auer-Reinsdorff
- 9.2 Joachim Jakobs
- 9.3 Niels Lepperhoff
Anhang
- A.1 Beispiel für die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten
- A.2 Beispiel für eine Auskunfts- oder Löschungsanforderung
- A.3 Liste der Aufsichtsbehörden für die Privatwirtschaft
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