Wenn Orwell die Realität ist - wie sieht die Zukunft aus?Schreibrecht: Vom Verlust der Hoffnung Essays über Bürgerrechte und Überwachung Da von der Vorjury nur Erzählungen für die Preise des Wettbewerbs ausgewählt wurden, zu diesem aber auch zahlreiche Essays eingesandt wurden, wollen wir hier wenigstens eine kleine Auswahl veröffentlichen. Im Unterschied zu Erzählungen können in Essays andere Aspekte auf eine argumentative Weise dargestellt werden, was im Zusammenhang mit Überwachung eine unabdingbare Ebene der Auseinandersetzung ist. Wir freuen uns daher, von den Autoren die Genehmigung erhalten zu haben, ihre Überlegungen veröffentlichen zu dürfen.
22 Jahre nach dem Orwelljahr 1984 hat die einst so bedrohliche Vision ihren Schrecken verloren. Der immerwährende Krieg erinnert an den seit 2001 stattfindenden "War on Terror", Nachrichten- und Medienmanipulation ist an der Tagesordnung und (versteckte) Kameras sind allgegenwärtig. Doch auch die anderen düsteren Visionen einer Zukunft haben längst ihren Weg in die Gegenwart gefunden und sind (fast) Realität. Wenn Lehrerinnen wegen einer Wahrscheinlichkeit einer Erbkrankheit ihren Arbeitsvertrag nicht bekommen, erinnert dies an "Gattaca", die Spaß- und Wegwerfgesellschaft kennt man aus "Schöne neue Welt", die Bestrebungen "antisoziales Verhalten, selbst in Form eines Spuckens auf die Straße zu beenden", an "Demolition Man" und die selbständigen Drohnen im Krieg lassen Erinnerungen an "Screamers" aufkommen. Doch wenn all dies schon normal ist, wie sieht die Zukunft aus? Wird es eine Rückbesinnung auf mehr Freiheit, mehr Bürgerrechte geben oder nimmt das Panopticum zu? Wird Datenschutz eine Rolle spielen oder doch nur "Täterschutz" sein? Die besten Kurzgeschichten, die zur Abstimmung standen
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