Überraschung - Die Talkshow
Philipp Bobrowski 28.07.2006
Eine Erzählung
Frank Kanter war nicht wenig
überrascht, als er, nach einem ebenso langen wie tristen Arbeitsalltag
im Büro, der Citybahn an der Haltestelle 'Lena-Gercke-Platz' entstieg
und von zwei ihm völlig fremden Herren mit seinem Namen angerufen
wurde. Dieses außergewöhnliche Ereignis vermochte nur einen
kleinen Teil seiner kaum geforderten Neugier zu wecken, im Großen
und Ganzen überwog die Ungeduld, denn es zog ihn in sein nur wenige
Blocks entferntes Zuhause, wo aller Voraussicht nach bereits die bei 'Home
Food' bestellten Zutaten für das Liebesmahl auf ihn warteten, mit
dem er am Abend seine Freundin verwöhnen wollte.
Die beiden Herren standen im Schein der Leuchtreklame von 'Beauty Surgeon', die nur überstrahlt wurde von Heidi Gerckes Lächeln, das jeden Passanten von dem erst kürzlich angebrachten Wahlplakat herunter verzauberte und bewies, wie sehr sie ihrer allseits verehrten Mutter in jungen Jahren ähnelte. Frank Kanter konnte an den leger, aber teuer gekleideten Männern nichts besonders Angsteinflößendes entdecken, sie winkten und lächelten dabei freundlich, dennoch mahnte ihn eine innere Stimme zur Vorsicht, als er gemessenen Schrittes näher an sie heran trat.
"Was kann ich für Sie tun?" Er lächelte zurück.
"Herr Kanter", sagte der größere der beiden Herren, indem er die Hand zur Begrüßung ausstreckte. "Ich darf mich vorstellen: Mein Name ist Fang. Dies ist mein Kollege, Herr Hasch."
"Freut mich sehr", erwiderte Kanter und ergriff zunächst die Hand Fangs, dann die seines Kollegen.
"Wie geht es Ihnen?", fragte Herr Fang weiter.
"Gut, danke." Kanter verlor schon einen großen Teil seines Interesses.
Sein Blick schweifte zur Leuchtreklame. "Erfolgreich schön - schön erfolgreich."
"Schön blöd", dachte er, dabei waren er und sein junges Team es gewesen, die diese Zeile erdacht hatten. So wurde aus ihrem ersten gemeinsamen Auftrag auch ihre erste erfolgreiche Kampagne.
"Haben Sie je von der Talkshow 'Michaela' gehört?"
Kanter riss den Kopf herum. Seine Hände zitterten und seine Zunge fühlte sich an wie die Raufasertapete, die er noch aus der Wohnung seiner Großmutter kannte. "Oh nein!", schrie er und wiederholte es noch einmal. "Nicht in eine dieser Talkshows. Da bekommen Sie mich nicht hin!"
Herr Fang legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Beruhigen Sie sich. Es geht um eine große Überraschung."
Das Lächeln des Herrn Hasch wurde noch einladender.
Frank Kanter befreite sich, indem er die Schulter zurückzog. "Ich habe gesehen, wie solche Überraschungen aussehen. Mit mir nicht!"
"Aber, aber, Herr Kanter." Herr Fang tauschte einen Blick mit seinem Kollegen aus, legte seine Hand erneut auf Kanters Schulter und zog den misstrauischen Mann näher zu sich heran. "Die Überraschungen in einer Talkshow müssen doch nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten."
Frank Kanter befreite sich ein weiteres Mal, wobei er nun mit einer endgültigen Geste die Hände schützend vor seinen Körper hielt. Er wollte jetzt nur noch nach Hause, wo ihn Ruhe und Gemütlichkeit, später auch Liebe und Zärtlichkeit erwarteten. "Selbst wenn dem so wäre", gab er zur Antwort. "Heute habe ich in jedem Fall keine Zeit für so etwas. Ich bin mit meiner Freundin verabredet, die ich nicht versetzen möchte."
Herr Fang lachte, ein lautes
Lachen, das klang, als könne es Kanters Sorgen allein mit seinem
Schall hinwegfegen, und in das Herr Hasch fröhlich einstimmte. "Ihre
Freundin? Frau Vera Heim, richtig?" Herr Fang wartete keine Antwort
ab. "Sind Sie sicher, dass Sie Ihre Freundin heute Abend bei Ihnen
zu Hause bewirten werden? Können Sie wissen, wer hinter dieser Überraschung
steckt?"
Frank Kanter spürte eine Wärme seinen Körper durchfließen, eine neue Hoffnung, die die Worte des Herrn Fang in ihm entfacht hatten und die ihm die Situation in einem anderen, freudigen Licht zeigte. "Hat Vera etwa damit zu tun?", fragte er und ging nun seinerseits auf Herrn Fang zu, die Arme, eben noch abwehrend erhoben, wie zum Empfang ausgebreitet.
Herr Fang kam ihm entgegen, umarmte Kanter als seien sie sich nicht gänzlich unbekannt, sondern nur für längere Zeit getrennt gewesen. "Nun, junger Freund, wir wollen doch nicht zuviel verraten, wo bliebe sonst der Sinn der Überraschung?"
Frank Kanter nickte. Er schaute über die Schulter Fangs hinweg zu dem Bildnis der betörenden Heidi Gercke. Vera sah ihr täuschend ähnlich, sah man von den dunkleren Haaren ab. Und Frank Kanter liebte dunkle Haare. Als habe er in seinen Armen Trost gefunden, drückte er Herrn Fang, als dieser fragte, ob Kanter ihnen nun zur Show folgen wolle, und stimmte mit einem hoffnungsvollen Seufzer zu.
Frank Kanter saß fertig
geschminkt, die Beine verschränkt, auf einem gemütlichen, wenn
auch für sein Empfinden zu grellen, roten Plüschsofa in einem
kleinen Raum im Backstagebereich. Außer diesem und einem kleinen
Tischchen daneben fand sich hier nur ein riesenhaftes Porträt der
attraktiven Talkmasterin, die milde auf Herrn Kanter herunterlächelte.
Den hielt es nur mühsam auf dem Sitzmöbel. Immer wieder wechselte
er das stützende Bein, indem er das obere absetzte um das andere
darauf zu positionieren. Er kratze sich am Kopf, erhob sich, lief einmal
quer durch den Raum und zurück, setzte sich wieder, stand erneut
auf, um es mit ein wenig Auf- und Abspazieren zu versuchen und schließlich
wieder auf dem Sofa Platz zu nehmen, zunächst mit dem rechten Bein
zuoberst, daraufhin mit dem linken. Er nahm das Glas mit aromatisiertem
Mineralwasser, das auf dem kleinen Tischchen stand, prostete dem Bild
von Michaela zu und trank es in einem Zug aus.
"Was hast du dir nur mit Vera für mich ausgeheckt?", fragte er die stumme Beobachterin. Er hatte Sendungen gesehen, in denen ein Partner den anderen mit der Erfüllung eines sehnlichen Wunsches überraschte oder ihm ein großartiges Geschenk überreichte. Manchmal ging es darum, dem anderen vor dem Millionenpublikum die eine, die wahre Liebe zu schwören. Als Zuschauer hatte er diesen Trend immer für kitschig gehalten. Konnte ein solcher Schwur unter Menschen, die sich ernsthaft vertrauten, nicht auch ohne die vielen Beobachter bedeutend und ehrlich sein? Aber Vera mochte diese Sendungen. Ein solches Vorgehen, das sie vermutlich für überaus romantisch hielt, war ihr durchaus zuzutrauen. Und in Erwartung des freudigen Ereignisses erschien es Frank Kanter gar nicht mehr kitschig. Sollte Vera ihm vielleicht gar einen Heiratsantrag machen? Auch das hatte er schon öfter gesehen. Und ob es nun der Mann oder die Frau war, wann immer ein Partner meinte, die Zeit sei reif für einen Heiratsantrag, war das für die Fernsehmacher in Zeiten schwindender Ehewilligkeit ein Quotengarant.
Je mehr Frank Kanter darüber nachdachte, desto höher schlug ihm sein verliebtes Herz. Wieder stand er auf, als die Tür geöffnet wurde und Herr Fang, eine schwarze Mappe unter dem Arm, hereintrat. Für einen Moment hörte Frank Kanter den tosenden Applaus aus dem Studio und es war, als habe jemand auch das letzte Stück Kohle in seinem Inneren entfacht. Nun brannte er darauf, ins Licht der Scheinwerfer zu treten, und stürzte dem Hereinkommenden entgegen.
"So, Herr Kanter", sagte Herr Fang, indem er seine Mappe öffnete und einen Kugelschreiber nebst einiger Schriftstücke hervorholte und sie Frank Kanter entgegenstreckte, "nun fehlen nur noch drei kleine Unterschriften, reine Formalitäten, die man im Fernsehen eben so braucht. Wir wollen uns doch gegenseitig absichern." Er klopfte Frank Kanter auf die Schulter und aus seinem unvergänglichen Lächeln wurde ein wohlwollendes Lachen.
Der Beklopfte hetzte mit
den Vertragsutensilien zu dem kleinen Tisch und beeilte sich, an den vorgesehenen
Stellen seine Unterschrift zu platzieren. Daraufhin gab er den Papierkram
an Herrn Fang zurück, der ihm abermals lächelnd auf die Schulter
klopfte und ihn dann mit sich nahm bis zu einer großen Tür,
an der in roten Lettern das Wort 'Studio' prangte. Hier wurde Frank Kanter
verkabelt und sollte warten, bis ihm ein Zeichen gegeben werde, das seinen
großen Auftritt ankündigen sollte. Kanter konnte nun hören
und auf einem großen Monitor verfolgen, wie er von Michaela angekündigt
wurde, und endlich bekam er auch das Zeichen, das Studio zu betreten.
Die Zuschauerränge waren, soweit Frank Kanter das im gleißenden Licht der Scheinwerfer beurteilen konnte, bis auf den letzten Platz besetzt. Mit zwinkernden Augen und einigen unbeholfenen Verbeugungen in Richtung des donnernden Applauses fand Kanter den Weg zur Bühne, auf der, sich gegenüberstehend, zwei schmale Tresen errichtet waren, zwischen denen Michaela auf ihn wartete, mit der Hand auf den Tresen links von ihr deutend. Kanter richtete sich dort so gemütlich ein, wie es ihm im Stehen und trotz seiner Aufregung eben möglich war. Michaela stellte sich ihm zur Seite und legte ihren Arm um seine Schulter.
"Hallo Frank."
Frank Kanter stutzte einen Moment. Er war es nicht gewohnt, von Fremden mit Vornamen angesprochen zu werden, doch er besann sich und antwortete: "Hallo Michaela."
"Du bist zweiunddreißig?"
"Ja, das stimmt."
"Beschäftigt bei einer Werbefirma?"
"Richtig."
"Und noch recht frisch verliebt?" Michaela strahlte ihn an.
"So ist es." Kanter strahlte zurück.
"Wie heißt deine Freundin?"
"Vera."
"Frank, du bist heute hier im Studio, weil dich jemand überraschen will. Hast du eine Ahnung, wer das sein könnte?"
"Na ja, ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass es meine Freundin ist."
"Du bist nah dran, Frank. Genauer gesagt ist es deine Ex-Freundin."
Frank Kanter spürte
die kleine Vorsilbe 'Ex-' wie einen Faustschlag an den Kopf. Er musste
sich am Tresen festhalten, seine Knie wurden weich. In den Monitoren vor
der Bühne, die sein Gesicht in Großaufnahme zeigten, sah er,
dass ihm jegliche Farbe aus dem Gesicht gefallen war. Doch das war ihm
jetzt gleich. Wie oft hatte er sich gefragt, wie dumm man sein musste,
um sich von Catchern in diese fiesen Vorabendshows locken zu lassen. Jetzt
war es ihm selbst passiert. Man hatte ihm eine Falle gestellt und er war
reingetapst. Er schaute sich im Studio um. An allen Ein - und Ausgängen
standen Bodyguards, die ihn nicht aus den Augen ließen. Dort, wo
er das Studio betreten hatte, stand außerdem Herr Fang. Aus seinem
Lächeln war ein breites Grinsen geworden und er winkte ihm höhnisch
zu. Hier gab es kein Entrinnen und Frank Kanter machte sich zunehmend
Sorgen, was er eben unterschrieben hatte. Nein. Er machte sich keine Sorgen.
Frank Kanter hatte Angst.
Nora Rach betrat das Studio von der gegenüberliegenden Seite. Wie eine Planierraupe stampfte das eigentlich zarte Wesen auf die Bühne zu und schob mit der einen Hand ihre angestaute Wut, mit der anderen den erwarteten Triumph vor sich her. Breitbeinig baute sie sich am zweiten Tresen auf, wartete einen Moment auf die Kameras und schrie ihren Hass in die Welt: "Du hast mich belogen und betrogen, Frank Kanter! Meine Liebe hast du mit Füßen getreten! Aber heute ist der Tag der Abrechnung!"
Frank Kanter zitterte, es erwartete aber auch niemand eine Antwort von ihm. Michaela stellte sich nun Nora Rach zur Seite.
"Was genau wirfst du Frank vor?"
"Er hat mich belogen und betrogen!"
"Ihr wart früher ein Paar?"
"Genau. Drei Jahre lang. Bis er zu dieser Drecksschlampe gelaufen ist."
Das Publikum applaudierte.
Frank Kanter bäumte sich auf. "Sie ist keine ...!", schrie er, doch er wurde von Michaela unterbrochen.
"Du kannst später etwas dazu sagen. Nora, warum fühlst du dich betrogen?"
"Weil er mir seine Liebe geschworen hat. Drei Jahre! Ich wollte ihn heiraten! Und er? Dieses Arschloch?"
Die Zuschauer applaudierten erneut und Frank Kanter hörte zustimmendes Gejohle aus ihren Reihen.
"Rennt einfach zu dieser Hure!" Nora sonnte sich in der Zuneigung des Publikums.
Michaela wendete sich an Frank Kanter, blieb jedoch bei Nora stehen. "Frank, gibt es irgendetwas, was du zu deiner Verteidigung vorbringen könntest?"
"Es tut mir doch Leid für Nora. Das habe ich ihr auch schon gesagt. Aber ich habe mich nun mal neu verliebt." Die Buh-Rufe aus dem Publikum veranlassten Frank Kanter schnell noch hinterherzuschieben: "Das war doch keine böse Absicht. Ich habe das doch nicht gewollt."
"Warum hast du es dann gemacht?", fragte Michaela und erntete das heftige Kopfnicken Noras und des ganzen Saals.
"Aber gegen Gefühle ist man doch machtlos", antwortete Frank Kanter verzweifelt. Die Pfiffe und Rufe des Publikums hörte er schon nicht mehr.
"Dann frage ich anders." Michaela gab keine Ruhe. Ihre Stimme, vom Publikum getragen wie auf den Wellen des Ozeans, hatte jede Freundlichkeit verloren. Ihre Augen blitzten mit den Scheinwerfern um die Wette. "Hast du Nora jemals geliebt?"
"Aber natürlich."
Nora Rach stieß einen verächtlichen Zischlaut aus.
"Auch noch, als du Vera kennen gelernt hast?", bohrte Michaela weiter.
"Ja", antwortete Frank Kanter, ohne darüber nachzudenken.
"Wann genau habt ihr euch kennen gelernt?"
"Am 10. April diesen Jahres."
"Wann hast du dich von Nora getrennt und ihr gesagt, dass du dich in Vera verliebt hast?"
"Am 20. Mai." Frank Kanter sprach nicht mehr, er stöhnte.
"Was war in der Zeit dazwischen?"
Frank Kanter hatte Mühe, die Frage zu verstehen. Dann schreckte er hoch und schrie: "Nichts! Ich bin nicht fremdgegangen! Ich habe erst danach mit ihr geschlafen!"
"Wann genau hast du dich in Vera verliebt?"
"Ich weiß nicht." Er sackte wieder in sich zusammen. "Irgendwann dazwischen. Ich war mir lange Zeit nicht über meine Gefühle im Klaren."
"Hast du Nora von deinen Zweifeln erzählt?"
"Erst als ich mir sicher war."
Da Haben wir es doch: Du hast Nora mindestens einen Monat hintergangen!"
Michaela legte einen solch
endgültigen Ton in ihre Stimme, dass Frank Kanter kaum zu widersprechen
wagte. Ganz leise sagte er: "Ich weiß nicht, ob man das so
nennen kann."
"Das liegt im Ermessen des Publikums." Michaelas Stimme triumphierte. Die Talkmasterin zwinkerte Nora zu. "Frank Kanter, du hast dafür unterschrieben, dich dem Urteil des Publikums zu beugen. Hören wir also, wie es entscheidet."
Frank Kanter brauchte nicht aufzusehen. Er wusste, wie die Entscheidung fallen würde. Sie war längst gefallen.
Die Strafen, die sich Nora Rach für Frank Kanter erdacht hatte, steigerten sich und sorgten bei ihr für zunehmende Befriedigung und beim Publikum für wachsende Begeisterung, während Frank Kanters Leiden in ungekannte Höhen kletterte. Nie hätte er geglaubt, dass auf einer Skala der physischen und psychischen Schmerzen die Begegnung mit einem Tiger in einem unübersichtlichen Labyrinth nur der Anfangspunkt sein könnte. Nie hatte er geahnt, wie gut Nora Rach seine Ängste und Schwächen kannte. Seine Sorge, die Kontrolle zu verlieren, seine Furcht vor dem unbekannten Grauen in dunklen, trüben Gewässern, vor allem wenn er wusste, dass sich dort tatsächlich ein solches Grauen aufhielt, sein Ekel vor dem kleinen Viehzeug, seine Höhenangst und die Panik, gefesselt dem Wüten eines Feuers ausgeliefert zu sein. Nie war ihm die Länge der Sendezeit einer solchen Show aufgefallen und als er endlich erlöst wurde, nicht ohne vorher von Nora noch ausgiebig verprügelt und bespuckt worden zu sein, und vom Ärzteteam des Senders oberflächlich behandelt wurde, war er nur froh, dass er die Torturen überlebt hatte.
Als Frank Kanter an diesem
Abend vor der Wohnungstür von Vera Heim stand, strich er mit seinen
wunden Fingern vorsichtig über die Blüten des Straußes,
den er auf dem Weg hierher erstanden hatte. All das Böse hatte er
nun überstanden. Er sah einer glücklichen Zukunft mit Vera entgegen
und würde einen Fehler wie den, für den er an diesem Tag hatte
büßen müssen, nie mehr begehen. Der Blumenstrauß,
mit dem er sich für seine heutige Abwesenheit entschuldigen wollte,
sollte vor Vera sein Garant dafür sein.
Vera Heim öffnete die Tür. Ihre Augen waren feucht. "Wo bist du gewesen?"
"Ich werde dir alles in Ruhe erklären."
"Was willst du mir erklären? Was soll der Blumenstrauß? Also hatte dieser komische Herr Hasch doch Recht!"
"Du hast mit ihm gesprochen?"
"Er rief mich an und versicherte mir, dass du mich versetzen würdest, weil er wüsste, dass du ein Verhältnis mit seiner Frau hättest. Deine Blumen kannst du dir an den Hut stecken!"
Die Tür krachte vor Frank Kanter ins Schloss. Doch Vera Heim riss sie ein zweites Mal auf.
"Denk nicht, dass ich dich davonkommen lasse! Das wirst du noch bereuen!"
Als Vera Heim die Tür ein weiteres Mal zuschmiss, hörte es Frank Kanter nicht mehr. Er war in seiner Ohnmacht zusammengebrochen.