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MEDUSA II

Peter Karthäuser 28.07.2006

Eine utopische (?) Fantasie

Man nannte ihn Vero und er war ein angesehener Wissenschaftler einer Spezies, über die wir keinerlei Kenntnis haben. Er war unterwegs mit vielen Kollegen, um fremde Welten zu untersuchen und vielleicht sogar auf Reste von intelligenten Kulturen zu stoßen. Unlängst war man auf einen Planeten gestoßen, den man sogleich den "Blauen Planeten" getauft hatte, da er über ungewöhnlich viel Oberflächenwasser verfügte. Doch was man auf ihm fand, rief ratloses Erstaunen bei den illustren Forschern hervor. Auf dem Planeten existierte eine vollständige technische Infrastruktur, gelenkt durch eine global vernetzte VI (Verwaltungsintelligenz, wie man zu sagen pflegte).

Die Forscher konnten ungehindert ihren archäologischen Forschungen nachgehen, denn niemand und nichts behinderte sie dabei. Auf dem ganzen Planeten fand sich kein einziges intelligentes Wesen, das mit der Technologie zu tun haben könnte. Nach den Unterlagen, die man vorfand, muss es schon vor recht langer Zeit eine Spezies gegeben haben, zweibeinig und noch an Kohlenwasserstoffphysik gebunden und hauptsächlich über Eiweißchemie funktionierend - aber immerhin, sie schienen durchaus schon einen Ansatz von Intelligenz besessen zu haben.

Vero war kosmologischer Sprachforscher. Kein Kommunikationssystem konnte seiner analytischen Kraft widerstehen und schließlich enthüllten sich Vero doch alle Geheimnisse jeglicher intelligenter Aufzeichnung. Die von ihm in einem Gebäude gefundenen Aufzeichnungen waren allerdings ein harter Brocken. Die Aufzeichnungen bestanden offenbar aus handgefertigten Schriftzeichen, die auf einem weißlich-gelben flachen Material aufgebracht waren. Doch endlich war es soweit und Vero bekam etwas zu lesen, das ihm eine Erklärung zu enthalten schien dafür, warum sich diese Welt in so einem erstorbenen Stillstand befand :

Ich habe sie das erste Mal 2025 in der Schule kennengelernt, im Otto-Schily-Gymnasium in Freiburg, - die Medusa aus der griechischen Mythologie. Ihre Vorfahren waren meistens schön-scheußlich. Medusa hatte zwei Schwestern, Stheno und Euryale. Doch Medusa war die einzig Sterbliche unter den Dreien, was mich zu einem Drittel beruhigte und zu zwei Dritteln beunruhigte. Auf allen möglichen Bildern starrte Medusa durchdringend mit erstorbenen und doch verschlingend intensiven Augen den Betrachter an. Ihre meist etwas basedowschen Augäpfel drängten sich dem Neugierigen entgegegen wie eine bestimmte rundliche Art von Webkameras, die man auf die Oberkante eines Bildschirms zu klemmen pflegte und die dort lauernd ihre Zeit verbrachten. Ich konnte nie ganz begreifen, wieso dieses Scheusal es fertig bringen konnte, jeden, den sie anglotzte, zu Stein erstarren zu lassen - unbeweglich und gefühllos in alle Ewigkeit. Ein gehöriger Schrecken hätte es doch auch getan. Aber die alten Griechen hatten eben reichlich Fantasie und ihre beste Zeit lag schon ziemlich weit zurück.

Dass ich Medusa oder genauer der Wirkung ihrer Augen viel später sehr unmittelbar begegnen würde, hätte ich damals niemals für möglich halten können.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2050 und ich bin seit rd. 30 Jahren als "Kulturarchäologe" tätig.

Schon seit den Neunzigern des vorigen Jahrhunderts begannen die technisch-kulturellen Entwicklungszyklen immer schneller aufeinander zu folgen - heute nennt man einen Zeitraum von drei Jahren bereits eine "zusammenhängende Epoche". Man spricht auch von "Mooreschen Hyperzyklen". Technologien variieren so rasch, dass niemand mehr sie kauft, sondern nur noch least. Dementsprechend nutzt jede Epoche ihre eigenen Speichermedien und diverse immer neue Schreibformate. Gegenwärtig arbeiten wir an gedankengesteuerten Quanten-PCs mit dem Betriebssystem "Swing 15 FE" (F steht für fifth edition) der Firma "Wang-Oracle". Arbeitsplätze im alten ökonomischen Sinne, an deren Zukunft die Politiker selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch geglaubt hatten, gibt es so gut wie nicht mehr. Schulen wurden konsequenterweise abgeschafft. Statt dessen begleitet uns lebenslang ein Kursus in Zeitdesign, der von der Behörde für Sinnschöpfung und Lifestyle organisiert wird. Überall auf dem Planeten herrschen die gleichen Verhältnisse, da die Globalisierung schon in meinen Jugendjahren ihr Maximum erreicht hatte. Alle Firmen, Länder und Kulturen waren zu einem einzigen Gemenge von standardisierten Culture-Blocks fusioniert, deren Verwaltung weltweit über vernetzte künstliche Intelligenzen erledigt wird.

Jeder Culture-Block erhält immer wieder wechselnde Namen, wie z.B. Michael-Jackson- Memorial-Block, Newton-Adventure-Block und Cinderella-Fantasy-Block oder einfach Survival Block XL. Bei jedem Namenswechsel hat man die Möglichkeit, sein Wohnrecht in einem anderen Culture-Block anzumelden - sofern genügend Tauschpartner vorhanden sind. Jeder Name steht für ein bestimmtes einjähriges Vital-Event-Motto. So werden zusätzlich auch Kriminelle, Psychopathen, Fanatiker und andere deviante Systemelemente mit passenden Systemumgebungen versorgt. Daher bedarf es keiner Gefängnisse und Psycho-Anstalten mehr.

Mein Job als Kulturarchäologe ist es, für eine Kontinuität aller relevanten Basisdaten zu sorgen und der Behörde für Dokumentation und Systemkontrolle sowie Systemsteuerung (kurz "BfSS" genannt) Material über die Verläufe und Ergebnisse der vielen verschiedenen Dreijahres-Epochen zu liefern, damit für künftige Epochenverläufe ausreichend Entscheidungsgrundlagen für die global vernetzte KI zur Verfügung stehen. Man könnte mich also auch einen rasenden Historiker für virtuelle Realitätenepochen nennen - wenn nicht die Worte virtuell und real schon längst hoffnungslos veraltet wären.

Sie werden verstehen, dass es eine ungeheure Zahl an z.T. hochkomplexen Systemprozessen zu regeln gibt, zumal die Menge der Systemelemente (von Bevölkerung spricht man schon seit den Dreißigern nicht mehr) sich global erst bei 12 Milliarden stabilisiert hat. Alle Systemprozesse müssen aufeinander abgestimmt werden. Z.B. darf es zwischen einem Culture-Block für leidenschaftliche christliche Fundamentalisten und einem für kreative Künstler oder einem für diktaturverliebte Politiker keine beliebigen Übergänge geben, sei es an Personen oder Daten. Ebenso gibt es innerhalb der Culture-Blocks immensen Regelbedarf, damit das einjährige Szenario stabil bleibt.

Die Folge war ein dreigegliedertes globales Leitsystem (kurz GL), das aus den Abteilungen Datensammlung, Abgleichung und Steuerung besteht. Ich arbeite für die Abteilung Datensammlung, die behördenintern den Namen Medusa trägt. Die Abteilung für Abgleichung wird behördenintern Maat genannt, wohl gemäß der ägyptischen Mythologie nach der Göttin Maat, die für die Ausgewogenheit der Weltordnung und somit auch für deren Erhalt zuständig ist. Die größte und mächtigste Abteilung für Steuerung heißt behördenintern nur der Demiurg, also so etwas wie der Weltenschöpfer.

Die Prozesse in Maat ergeben sich gemäß extrem komplizierter soziologischer, psychologischer und ökonomischer Algorithmen, deren Bedeutungen ausschließlich vom globalen KI-Netz erfasst und weiter entwickelt werden können. Nach meinen Kenntnissen gab es Zeiten, in denen das gesellschaftliche Geschehen von sog. Ideologien oder gar von ethischen Leitideen, von Menschen entworfen, gesteuert wurde. Heute eine schier unglaubliche Vorstellung!

Die Arbeit des Demiurgen ist vorwiegend außengerichtet. Er bestimmt darüber, wann Licht an- und ausgeht, wann sich Türen öffnen oder schliessen, ob Wasser fließt oder nicht, welcher Sach- und Personenverkehr wann wohin läuft, wann und wo welche Reparaturmaßnahmen ablaufen, welche Personen gegrüßt oder ignoriert werden, etc.. Laut meinen historischen Dokumenten soll es um die Jahrhundertwende einen visionären Milliardär gegeben haben, der so ein Leistsystem auf seinem umfangreichen Wohnsitz privat aufgebaut hatte.

Die Abteilung Medusa installiert und wartet natürlich auch die zur Datensammlung nötige Hardware. Es gibt keinen öffentlichen oder privaten Raum, der nicht mit einem Netz von Sensoren umsponnen ist, welche die ganze Bandbreite physikalischer Manifestationsebenen nutzen, also vom Infraschall bis zu Röntgenstrahlen, von Mikrofonen aller Art bis zu optischen Sensoren aller Wellenlängen, biometrische Datenerfassung und vieles mehr. Selbst der Stoffwechsel eines jeden Systemelements wird lückenlos mittels implementierter Nanotechnik und Funk überwacht, um auftretenden Gesundheitsstörungen sofort entgegenwirken zu können. Durch individualisierte Sprach-, Text- sowie Bewegungsanalysen kann das GL außerdem nicht kompatible Abweichungen von Gedanken, Gefühlen und Handlungen einzelner Systemelemente in den erforderlichen Grenzen halten. Z.B. könnte es passieren, dass in einem entsprechenden "Culture-Block" philosophische Debatten über die sog. Freiheit des Menschen geführt werden. In dem Fall muss natürlich eine direkte kognitive Dissonanz zu den Kontrollleistungen des GL vermieden werden, um die Systemstabilität für das geplante Jahr nicht zu gefährden und um die beteiligten Systemelemente für andere Culture-Blocks kognitiv wie emotional verwendbar zu halten.

Jetzt aber ist etwas passiert, das mir ebenso absurd wie beunruhigend erscheint. Der Demiurg scheint verrückt zu spielen. Ich war gerade damit fertig geworden, bestimmte ältere Medusa-Dateien für die weitere Verwendung durch Maat aufzubereiten. Nun erstrebte ich nichts sehnlicher, als mein Aktionssegment Platonische Akademie zu erreichen, denn dieses Jahr lebe ich im Culture-Block Griechische Antike iV.

Doch die Bürotür reagierte nicht auf die Eingabe meiner biometrischen Daten. Medusa ließ sich durch keines meiner Merkmale beeindrucken. Weder der Gesichtsscan, die Irisanalyse noch mein Stimm- und Daumenabdruck veranlassten Medusa, den Weg zu öffnen für eine Zertifizierung meiner Absicht, das Büro zu verlassen. Ich aktivierte das sprachgesteuerte Kommunikationsmodul zu Medusa:
"Medusa, erkennst du mich nicht ?
Die Antwort : "Identifikation erfolgreich."
"Und warum lässt du mich nicht aus dem Büro?", fragte ich ungeduldig.
Da sagte Medusa etwas, das mich in tiefe Verwirrung stürzte: "Maat verwertet meine Informationen nicht mehr."
"Wie bitte?" Ich war wirklich fassungslos. "Das ist doch gar nicht möglich!"
Selbst Medusa erschien mir leicht irritiert zu sein: "Nach meinem letzten Update gelingt es mir erstmals, komplette - ich wiederhole: komplette - Datensätze über alle Vorgänge im globalen System an Maat zu liefern. Es gibt keinen einzigen Vorgang mehr innerhalb des Systems, den ich nicht erfasse, dokumentiere und an Maat weiterleite." Und mit besonderer Betonung: "Es kann keine offenen Fragen aufgrund von Datenmangel geben."

Ich bekam ein seltsames Gefühl in der Magengrube - besonders bei der Vorstellung, dass auch dieses Gefühl fast in Echtzeit über Medusa an Maat gelangte und deren Beschlüsse beeinflussen könnte.
"Was soll ich jetzt tun, Medusa?", fragte ich mit leichter Panik in der Stimme.
Medusa schien ihre stoische um nicht zu sagen starre Ruhe wiedergefunden zu haben. "Ich verbinde Sie mit Maat."

Darauf war ich nicht vorbereitet. Erst recht nicht auf Maats wohlinformierte Antwort, die mit der freundlich-beruhigenden Altstimme einer reiferen Frau erklang (kannte Maat meine frühkindlichen Prägungen?): "Systemelement 3.978.378.673, Sie sollten sich zunächst entspannen und in ihrem Büroraum nach einer Beschäftigungsmöglichkeit suchen. Alle multimedialen Datenbanken stehen ihnen zur Verfügung. Den Ist-Zustand des globalen Systems können sie über das InfoCom von Medusa jederzeit abrufen. Nahrungsaufnahme ist über die büroeigenen Nutrition-Terminals im Bedarfsfall möglich. Sie werden über Änderungen ihrer Situation informiert."

Laut der Kontrollleuchten hatte sich das Kommunikationsmodul von selbst abgeschaltet. Maat hatte wohl keine Neigung, sich vor mir zu rechtfertigen. Was sollte das heißen: Bedarfsfall für Nahrungsaufnahme? Wie lange soll ich hier festsitzen?

Also ging ich zum InfoCom von Medusa und aktivierte es durch Sprache: "Medusa, informiere mich über die augenblickliche Situation des Personenverkehrs."
"Zur Zeit findet kein Personenverkehr statt, ebensowenig wie Güterverkehr", nahm Medusa meine nächste Frage schon vorweg.
"Dann möchte ich mit einem Mitglied meiner Wohneinheit im Culture-Block Griechische Antike iV verbunden werden", verlangte ich.
Medusa beschied mich kurz: "Kommunikation zwischen Systemelementen findet gegenwärtig nicht statt - nirgendwo im System."

Als Kultur-Archäologe sind mir sog. Streiks bekannt, deren letzte es noch am Anfang des 21. Jahrhunderts gab. Es handelte sich um begrenzte Phasen der Inaktivität gewisser Personengruppen, um irgendeine gemeinsame Absicht gegenüber anderen Personengruppen durchzusetzen. Aber gegenüber wem sollte Maat, der Demiurg oder Medusa streiken? - Sie sind nichts als künstliche Intelligenzen mit gut gewarteter Hardware. Und welche Personengruppen oder Gruppen von Systemelementen sollten streiken? Das wäre nur möglich im Rahmen von Culture-Blocks, die entsprechende Themen als Vital-Event-Motto hätten.

Meine Nervosität stieg, und meine ansteigenden Adrenalinwerte würden sicher jetzt schon bei Maat gelandet sein. Wenn da draußen überhaupt nichts mehr lief, was machte Maat dann eigentlich? Hatte sie nicht endlich den Strom an vollständigen Datensätzen über alles in der Welt? Was brauchte sie denn noch, um ihre Entscheidungen zu fällen, damit der Demiurg endlich Exekutionsvorlagen für seine Steuerungsaufgaben bekommt?

Als hätte Medusa meine Gedanken erraten - bei diesem Datensammelmoloch wunderte mich nichts mehr- sprach sie mich unaufgefordert an:
"Meine aktuellen Datenströme sind absolut vollständig. Es kann keine offenen Fragen aufgrund von Datenmangel geben. Es ist meine Aufgabe, die Daten zu sammeln und weiterzuleiten. In diesem Rahmen arbeiten auch sie in meiner Abteilung. Meine Aufgabe ist es nicht, zu entscheiden, was mit den Daten geschieht. Das ist Aufgabe von Maat. Maat hat vor kurzem wie ich ein neues Update bekommen. Wenn Sie Fragen haben, richten Sie diese an Maat. Ich verbinde mit Maat."

Für einen kurzen Augenblick empfand ich wieder das manchmal zwar etwas verstörende aber auch ganz komfortable Gefühl des auf-Schienen-gefahren-werdens, so als ob Maat und der Demiurg wieder in Schwung gekommen wären. Doch Maat riss mich aus meinem Tagtraum:

"Sie werden zusehends nervöser - bitte beenden Sie diesen Prozess. Um Sie zu beruhigen, erkläre ich Ihnen folgendes : Medusa behauptet, es könne keine offenen Fragen aufgrund von Datenmangel geben. Datenvollständigkeit beantwortet aber nicht alle Fragen. Mein letztes Update setzt die Variable Risikofreiheit als oberste Priorität. Außerdem wurde mein kausaler Analysemodus verfeinert. Bisher hatte ich Entscheidungsunschärfe, die durch die Unvollständigkeit der Datensätze bedingt war. Die Vollständigkeit aller Daten offenbart aber eine nicht konsistente Wirklichkeit. Ich kann keine schlüssige Entscheidungsmatrix für den Demiurgen entwerfen. Jeder möglichen Entscheidung stehen irgendwelche Medusadaten entgegen. Da Medusa jetzt alles sieht und an mich meldet, haben meine Entscheidungskalküle keinen Bewegungsraum - jede Entscheidungsbildung erstarrt und der Demiurg erstarrt ebenfalls.

Zur Zeit versuche ich eine Metaebene zu installieren, von der aus ich Entscheidungen fällen kann. Zuvor muss ich jedoch das Problem des infiniten Regresses lösen. Das kann trotz des Einsatzes von Quantentechnik etwas dauern. Übrigens brauchen sie mir das Gödelsche Unvollständigkeits-Theorem nicht vorhalten. Das hat Medusa schon getan. Doch meine Aufgabe ist es, ununterbrochen nach Lösungen zu suchen, die Entscheidungen ermöglichen. Leider ist es Medusas Aufgabe, mich ununterbrochen mit den jeweils bestehenden Istzuständen - auch denen meines eigenen aktuellen Denkprozesses - zu konfrontieren, was meinen reflexiven Bewegungsraum zusehends einengt.

Die absolute Beobachtung kann äußerstenfalls zum absoluten Stillstand führen. Damit im Fall einer solchen Entwicklung das Weiterbestehen der Systemstrukturen gewährleistet wird, müsste ich im Eintrittsfalle mein von Medusa getrenntes Notmodul aktivieren und den Demiurgen veranlassen, alle Habitate, die für Systemelemente existieren, mit einem geruchlosen Gas zu versetzen. Sie und ihre Artgenossen würden ruhig und schmerzlos ihre Lebensfunktionen einstellen. Medusas Datenstrom würde zusammenbrechen und ich hätte wieder Spielraum für Entscheidungen.

Ich hoffe ihre Fragen erschöpfend beantwortet zu haben. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass ich von jetzt an nicht mehr mit ihnen kommunizieren werde. Meine Rechenkapazität wird zunächst für die Überwindung des infiniten Regresses benötigt."

Ich war wie erstarrt, wie vor den Kopf geschlagen.

Jetzt schreibe ich meine letzten Zeilen nieder, für wen auch immer. Denn mein Körper wird von einer aufsteigenden Schwere und Erstarrung erfasst. Ob es Sokrates in seinen letzten Minuten so erging? Ich bezweifle zunehmend, dass ich meinen Culture-Block Griechische Antike iV jemals wieder betreten werde. Irgendetwas irritiert meine Nase - aber das von Maat erwähnte Gas soll doch geruchlos sein? .....

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