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Aliens werden die Erde bald nicht mehr entdecken können

27.01.2010

SETI-Pionier Frank Drake geht davon aus, dass mit der Umstellung auf digitale Signale und Satelliten kaum mehr Strahlung ins Weltall gelangt, anhand derer Aliens die Erde als bewohnten Planeten ausmachen können.

Uneins sind sich SETI-Forscher, die sich mit möglichem intelligenten Leben im Weltall beschäftigen, ob wir nur nach Signalen suchen oder aktiv Botschaften senden sollen. Das ist wohl eine Mentalitätsfrage. Zwar versendet die Menschheit reichlich indirekt Radiosignale ins All, so dass intelligente Aliens uns bereits bemerkt haben könnten, aber während die einen versuchen zu bremsen, weil man nicht damit rechnen könne, dass Aliens auch friedlich sind, wollen andere wie der russische Radioastronom Aleksandr L. Zaitsev unbedingt den Kontakt beschleunigen und sind für die aktive Suche, also für METI (Messaging to Extraterrestrial Intelligence).

Für den SETI-Pionier Frank Drake ist die Fragestellung bereits obsolet, weswegen eine Entscheidung zu spät käme, weil wir uns längst verraten haben. Das sagte er vor einiger Zeit. Drake ist einer der Teilnehmer der von der Royal Society anlässlich ihres 350-jährigen Bestehen organisierten Tagung über "Die Entdeckung außerirdischen Lebens und die Folgen für Wissenschaft und Gesellschaft". Drake hatte, als noch die Nasa SETI-Forschung betrieb, die nach ihm benannte Drake-Formel entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit von intelligentem Leben im Weltall abzuschätzen. Mittlerweile wurden die ersten Exo-Planeten entdeckt, aber noch keiner, der eine Chance für die Entwicklung von Leben bietet. Drake hofft, mit dem Allen Telescope Array (ATA) an dem noch gebaut wird, die Suche nach Signalen verbessert werden könnte.

Auf der Tagung äußerte nun Drake aber die Behauptung, dass die Menschheit mit der permanenten Aussendung von digitalen TV-, Radio- und Radarsignalen allmählich eine Art Schutzschirm bilde, wodurch die Erde für Aliens nicht zu erkennen wäre. Gegenüber den früheren analogen Signalen seien die digitalen weitaus schwächer und könnten nicht mehr so leicht entdeckt werden, gibt der Telegraph ihn wieder. Früher sei die Erde von einem 50 Lichtjahre großen Strahlenschirm umgeben gewesen, wobei die TV-Signale eine Million Watt erzeugt hätten. Nachdem nun die Fernsehsignale von den Satelliten auf die Erde gesendet werden, würde kaum mehr Strahlung ins Weltall entweichen. Jetzt würden nur noch zwei Watt, so viel wie von einem Handy, in den Weltraum gelangen: "Wenn dies in Zukunft so weiter geht, wird unsere Welt sehr bald unentdeckbar sein." Er gab sich weiterhin davon überzeugt, dass es intelligente Lebewesen im Weltall gibt, sie würden aber vermutlich weit mehr entwickelt sein als die Menschen.

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