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Taglinger klickt neben der Spur

Apple wie Öl

04.02.2013

Seit einer Woche ist nun wieder Exxon die Firma mit dem höchsten Wert weltweit. Na dann...

Das schien ja irgendwie in das 21. Jahrhundert zu passen. Apple war fast kollabiert Anfang des Jahrtausends und hat sich mit genialen Fettnapftappern wie Spindler und anderen Managern nicht einmal mehr selbst ins Grab tragen können, so schwach war man schon auf der Brust geworden. Und dann dieser sagenhafte Aufstieg mit Computern, die wir uns ehrlich gesagt auch nicht mehr ins Wohnzimmer stellen würden, so übel sieht Plastik und Chrom schon nach ein paar Jahren aus. Aber sei es darum. Nun hat auch das iPhone bekanntermassen zu einer nicht unbeträchtlichen Gesundung der Bilanzen beigetragen und aus Apple zeitweise das gemacht, was Microsoft immer wieder gerne wäre. Aber nicht mehr ist: Der wertvollste Computerriese in der Branche, und auch zeitenweise mit einem Aktienkurs über 600 USD das Stück (dafür kriegt man ja schon fast ein iPhone der neueren Generation).

Aber das Märchen hat einen ein wenig fahlen Beigeschmack am Ende bekommen. Ja, sie haben sich gekriegt, die Shareholder und leben vielleicht bis ans Ende ihres Investments glücklich, aber ein böser Wolf im Schafspelz hat sie alle wieder dahin zurück gebracht, wo sie herkommen:

Exxon, genau, der böse, böse Ölriese, der uns alle mit Energie versorgt, und vielleicht auch den einen oder anderen Generator antreibt, der dann wieder Strom für iWasweissich erzeugt, ist inzwischen wieder mehr wert als Apple.

Das muss uns nicht Angst machen, Energie ist an sich nichts Schlimmes, aber wir sollten nicht vergessen: Der schönste Computer ist ohne Strom so wertvoll wie ein Blumenkübel. Nur das man darin vielleicht noch etwas Essbares züchten könnte. In einem Apple Kasten nicht. Auch wenn er noch so schöne Oberflächen hat....die Dinger werden eh immer flacher und haben nicht einmal mehr einen Schlitz für die DVD, wie will man da noch Blumenerde reinbekommen?

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