s
Nachrichten aus der Wissenschaft

Asteroid Apophis

09.01.2013

Der Weltuntergang droht nicht

Der Weltuntergang droht nicht. Nicht jetzt und auch nicht 2036, wenn der Asteroid Apophis nahe an der Erde vorbeifliegen wird. Aber was heißt schon nahe?

Anzeige

Der 2004 entdeckte Asteroid Apophis, banaler 2004 MN4 genannt, hat vermutlich einen Durchmesser von 270 m. Sollte er mit seinen 27 Millionen Tonnen mit der Erde kollidieren, würde es schon nachhaltig scheppern. Welche Folgen das haben würde, hing ganz davon ab, wo er auf die Erde einschlagen würde. Die Wahrscheinlichkeit bleibt allerdings mit 1:45.000 oder nach neuen Berechnungen mit 1:250.000 ziemlich gering.

Heute wird der nach dem ägyptischen Gott der Finsternis benannte Himmelskörper in einem Abstand von etwa 15 Millionen Kilometern an unserem Planeten vorbeifliegen, um dann am 13. April 2029, einem Freitag, und 2036 erneut vorbeizuschauen. 2029 soll die Entfernung nur noch 30.000 km betragen. Das könnte seine Bahn durcheinanderbringen.

Die Frage bleibt natürlich, was die Menschheit machen müsste, um einen gefährlichen Asteroiden dieser Größe abzulenken. So gering die Wahrscheinlichkeiten auch immer sein mögen, mit einem Einschlag muss gerechnet werden. Szenarien gibt es einige, aber es müsste gemeinsam gehandelt werden, was weiterhin eher unwahrscheinlich ist. Noch abstrakte Bedrohungen lassen sich gut verschieben und verdrängen.

Update:

Immerhin gibt es seit einem Jahr das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt NEOShield, das vom DLR geleitet wird. Primäres Ziel des Projekts, an dem sich 13 Institutionen aus sechs Ländern beteiligen, ist es, die drei Abwehrtechniken zu untersuchen, die am wirkungsvollsten zu sein scheinen: ein "kinetischer Impaktor", also eine Sonde, die mit hoher Geschwindigkeit auf einen Asteroiden aufprallt, um ihn aus seiner Bahn zu schieben; ein "Schwerkraft-Traktor", also eine Raumsonde, die man in die Nähe eines NEOs bringt, um diesen allmählich abzulenken; oder eine nukleare Explosion. Es sollen aber auch Optionen für eine internationale Strategie erörtert werden, wie auf eine Bedrohung reagiert werden kann.

fehler melden
drucken
versenden
zitieren
service:
drucken
versenden
facebook
twitter
google+
rss feeds
newsletter
folgen:
facebook
twitter
google+
rss
newsletter
http://heise.de/-2032007
Anzeige
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Es werde Geld ...

Eine kurze Geschichte des Geldes

Cover

Die berechnete Welt

Leben unter dem Einfluss von Algorithmen

Synthetisches Leben Abkehr von Europa? Es werde Geld ...
bilder

seen.by


TELEPOLIS