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Energie & Klima News
Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

Auch Juli viel zu warm

14.08.2010

NASA und NOAA haben die Temperaturdaten für den zurückliegenden Monaten veröffentlicht. 2010 ist weiter auf dem Weg, zum neuen Rekordjahr zu werden

Inzwischen liegen beim zur NASA gehörenden Goddart Institute for Space Studies (GISS) die Temperaturdaten für Juli vor. Demnach war auch dieser Monat einer der wärmsten je gemessenen, wenn auch nicht ganz so warm wie die Vormonate, von denen einige neue Rekorde aufgestellt hatten. Im vorigen Jahrhundert war nur der Juli 1998 wärmer, in diesem Jahrhundert der Juli in den Jahren 2002, 2005 und 2009. Wenn die verbleibenden Monate im Schnitt genauso warm ausfallen wie der Juli, wird 2010 zum wärmsten je gemessenen Jahr werden.

GISS-Juli 2010
Dargestellt sind die Abweichungen der Temperaturen vom Mittelwert der Jahre 1951 bis 1980. Für dunkel graue Flächen lagen keine ausreichenden Daten vor. Deutlich zu sehen ist u.a. die Hitzewelle über Russland. Bemerkenswert auch die zu hohen Temperaturen

Im Datensatz der NOAA, der US-Behörde für Atmosphäre und Ozeane, war der Juli 2010 sogar der zweitwärmste je gemessene, übertroffen nur vom Juli 1998. Das Jahr sei bisher das wärmste je gemessene gewesen. Insbesondere über den Kontinenten lagen die Temperaturen im vergangenen Monat über dem Durchschnitt und brachen dort einen neuen Rekord. Die Temperaturen über den Ozeanen fielen insgesamt etwas kühler aus, auch wenn sie immer noch überdurchschnittlich waren.

NOAA Juli 2010
Wie oben ist die Temperaturanomalie dargestellt, d.h. die Abweichung vom Mittelwert, nur dass hier die Jahre 1971 bis 2000 als Referenzwert genommen wurden. Anders als das GISS hat NOAA offensichtlich die Daten aus den Polregionen nicht in seine Analyse e

Dazu trug unter anderem die Abkühlung über dem tropischen Pazifik bei, die in obiger Grafik gut zu erkennen ist. Dort entwickelte sich nach dem Abklingen des "El Niño" dessen "La Niña" genanntes Gegenstück, das charakteristischer Weise mit unterdurchschnittlichen Oberflächentemperaturen in der erwähnten Region verbunden ist. Wie auch "El Niño" kann es das Wetter in relativ weit entfernten Gegenden beeinflussen. So geht der Deutsche Wetterdienst zum Beispiel davon aus, dass die verheerenden Niederschläge in Pakistan auf das besonders ausgeprägte "La Niña"-Phänomen zurückzuführen sind.

NOAA Jan-Jul 2010
Gleiche Dartsellung wie oben nur statt für Juli für die Periode Januar bis Juli 2010.

In Deutschland lag der Juli übrigens mit 20,3 Grad Celsius um 3,4 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Nur 1983, 1994 und 2006 war der Juli noch wärmer. Hier hat vor allem die Hitzewelle zu Beginn des Monats den Schnitt kräftig nach oben gedrückt.

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