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Auch die Produktion bricht in Deutschland ein

07.10.2014

Nachdem Aufträge so stark wie seit 2009 nicht mehr schrumpften, ging auch die Produktion im August deutlich zurück

Die Hiobsbotschaften für die deutsche Wirtschafte reißen nicht ab. Gestern wurde bekannt, dass die Aufträge im August so stark eingebrochen sind, wie mitten in der tiefsten Wirtschaftskrise 2009 nicht mehr. Doch nicht nur die Produktion der Zukunft geht zurück, sondern im August ist sie schon saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 4% eingebrochen.

Ähnlich wie bei den Aufträgen wurde hier im Vormonat noch ein Plus von 1,6% verzeichnet, teilte heute nun das Statistische Bundesamtes (Destatis) mit. Besonders sticht beim Produktionsrückgang die Industrieproduktion hervor, die sogar um 4,8% zurückging: "Innerhalb der Industrie war bei den Herstellern von Investitionsgütern mit – 8,8 % der höchste Rückgang zu verzeichnen." Und das deckt sich mit den Ergebnissen beim Auftragseingang.

Die Russland-Sanktionen und Gegenmaßnahmen haben für eine allgemeine Unsicherheit und insgesamt für ein schlechtes Investitionsklima gesorgt. Es ist kein Zufall, dass sich das vor allem ab August bemerkbar macht, denn die ersten direkten Sanktionen gegen Russland seit dem Ende des Kalten Kriegs wurden im Juli verhängt, worauf Russland wiederum mit Gegenmaßnahmen antwortete. Im September wurden die Sanktionen noch ausgeweitet, weil Russland angeblich in die Ukraine einmarschiert sei, wofür allerdings keine Beweise vorgelegt wurden.

Damit dürfte Deutschland zurück in die Rezession gerutscht sein, denn schon im zweiten Quartal war die Wirtschaft wieder geschrumpft. Auch die Eurozone ist auf dem Weg zurück in die Rezession. Das verstärkt auch die Europäische Zentralbank (EZB), die zu immer absurderen Maßnahmen greift, um die Konjunktur anzukurbeln.

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