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BAE Systems verspricht in ein paar Jahren unsichtbare Panzer

13.01.2011

Das britische Verteidigungsministerium will im Rahmen des Programms Future Protected Vehicle neue und leichtere Panzer entwickeln

Das britische Verteidigungsministerium hat Anfang 2009 die langfristigen Forschungsprojekte im Defence Technology Plan //www.mod.uk/defenceinternet/defencenews/equipmentandlogistics/modunveilsfutureukdefencetechresearchplan.htm: vorgestellt. Dazu gehören Future Protected Vehicles (FPV), die relativ leicht (max. 30 Tonnen), aber so leistungsfähig wie schwere Kampfpanzer sein sollen - und am liebsten auch unsichtbar.

Die Größe kann drastisch schrumpfen, wenn nur noch ein Fahrer im Panzer geschützt werden muss oder man unbemannte, ferngesteuerte Panzer entwickelt. Natürlich sollen die gepanzerten Fahrzeuge auch schneller und wendiger und für die Gegner gefährlicher sein, während sie Verluste bei den eigenen Soldaten reduzieren sollen. Nett ist die Idee, dass aus einem ferngesteuerten Mutterpanzer ein kleinerer, wendigerer Kinderpanzer fahren kann, um in schwierigerem Gelände Feinde zu jagen.

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Was man sich so vorstellt: Mutter- und Minipanzer. Bild: MoD

Bis 2013 soll ein Prototyp fertig gestellt sein, noch aber entwickeln zwei Konsortien von Rüstungskonzernen BAES/MIRA und Innov8 für das Projekt Konzepte. BAE Systems hat Ende des letzten Jahres eingeladen, neue Techniken, Materialien, Treibstoffe und Typen von Landfahrzeugen vorzustellen, die für Future Protected Vehicle geprüft werden sollen.

Entwickelt werden sollen nun sieben Fahrzeugkonzepte, darunter unbemannte, teils bewaffnete Robotfahrzeuge oder ein automatisches Konvoisystem namens Atlas. Raider soll ein Stealth-Erkundungsroboter werden, vorgestellt wurde aber auch ein Konzept für eine Technik, mit dem Bilder auf ein Fahrzeug projiziert werden, um es so schwerer erkennbar oder gar unsichtbar zu machen: eCamouflage. Nach einem Bericht des Telegraph gehen die Techniker von BAE Systems davon aus, dass sich die Technik in wenigen Jahren anwendungsreif entwickeln lassen könnte, zu vermuten ist allerdings in erster Linie, dass man damit vor allem Werbung in eigener Sache betreiben will, Science Fiction gehört zur Rüstungstechnik und zum Geschäft.

Die Idee von eCamouflage ist ähnlich wie bei den bekannten Tarnmäntelprojekten, nämlich dass Bilder auf das Fahrzeug projiziert werden, die sich je nach durchfahrener Umgebung blitzschnell ändern und anpassen, um so das Fahrzeug mit dem Hintergrund zu verschmelzen. Allerdings würde die Tarnung auch nicht so viel nützen, wenn nicht auch Geräusche gedämpft würden ( Geräusch-Tarnumhang) oder Wärmeabstrahlung verhindert werden kann. Optische Unsichtbarkeit, an der schon lange geforscht wird und die gerade für die Rüstung interessant erscheint, ist zwar ein altes Märchenthema von Schutz und Macht, aber wohl nicht mehr alleine die Wunderwaffe.

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