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Übermensch
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Bei sexuell erregten Männern herrscht Einigkeit zwischen Psyche und Körper

05.01.2010

Bei Frauen soll es nach einer Studie hingegen eher eine Kluft zwischen "Geist und Genitalien" geben.

Frauen und Männer reagieren unterschiedlich auf sexuell erregende Stimuli. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung von Meredith Chivers von der kanadischen Queen's University in Kingston hat in einer Metastudie untersucht, ob die sexuelle Erregung, wie sie Frauen und Männer subjektiv für sich beschreiben, mit derjenigen übereinstimmt, die sich aus physiologischen Messungen an ihren Genitalien ergeben. Für die in den Archives of Sexual Behavior erschienene Metastudie wurden 132 Studien, veröffentlicht zwischen 1969 und 2007, herangezogen, für die Daten von insgesamt 2.500 weiblichen und 1.900 männlichen Versuchspersonen erhoben worden waren.

Die Versuchspersonen gaben jeweils an, wie erregt sie sich während und nach der Präsentation von sexuell erregenden Präsentationen oder von sexuellen Fantasien fühlten. Für die Feststellung der physiologischen Werte wurden unterschiedliche Methoden zur Messung der Erektion des männlichen Gliedes und des Blutflusses in den weiblichen Genitalien verwendet. Danach scheint bei Männern eine höhere Übereinstimung zwischen der subjektiv empfundenen und der physiologisch messbaren Erregung vorzuliegen. Für die Wissenschaftler bedeutet dies, dass Psyche und Genitalien bei den Männern übereinstimmen, während bei den Frauen bei der sexuellen Erregung eine Trennung zwischen Geist und Körper vorherrscht. Die Wissenschaftler hatten dies schon bei einer vorhergehenden Studie beobachten können. Manche Frauen sagen sogar, sie seien nicht erregt, obgleich sie physiologisch erregt sind. Scham oder Schuld könnten möglicherweise bei Frauen dafür verantwortlich sein, glauben die Wissenschaftler, während es bei den Männern von evolutionärem Vorteil sein könnte, wenn Gehirn und sexuelle Bedürfnisse an einem Strang ziehen.

Die Männer scheinen sexuelle Stimuli immer gleich aufzunehmen und wenig wählerisch zu sein. Inhalt oder Präsentationsform, beispielsweise Bilder oder Ton, ergeben keine Unterschiede zwischen subjektiver und physiologischer Erregung. Das soll bei Frauen anders sein. Bei ihnen wächst die Übereinstimmung zwischen subjektiver und genitaler Erregung, wenn die sexuellen Stimuli vom Inhalt und der Präsentation breiter angelegt sind. Wenn die Versuchspersonen nach der Aussetzung an sexuelle Stimuli nach ihrer Erregung befragt wurden, stimmten die Bewertungen der Männer stärker überein als die der Frauen. Wurden sie während der Präsentation gefragt, zeigten sich hingegen keine Unterschiede mehr. Die Wissenschaftler sagen, durch ihre Erkenntnisse ließe sich sexuelle Erregung besser bewerten, zudem würden die Geschlechtsunterschiede deutlicher und die Formen der sexuellen Reaktion. Wichtig könne dies für die Behandlung von sexuellen Störungen werden.

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