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Twister schreibt

Beruhigend auf die randalierende Frau eingeredet

Während die Debatte um Corpsgeist, Beschwerdekultur und Co. bei der Polizei weiter anhält, zeigt ein Fall in München, wie auch bei schwierigen Fällen eine Deeskalation möglich ist

Gerade wenn Menschen von Polizisten zum Mitkommen bewegt werden, kochen Emotionen hoch. Sind dann noch Drogen im Spiel, so kommt es oft zu Beleidigungen oder gar körperlichen Angriffen. Oft endet dies dann mit Verletzten, manchmal auf einer, manchmal auf beiden Seiten. Hier ist logischerweise auch die Frage, wie die Polizisten, die involviert sind, auf solche Situationen vorbereitet sind und wie sie beispielsweise mit Beleidigungen etc. umgehen können. Bei vielen Fällen, die unter dem Begriff "Polizeigewalt" zusammengefasst werden, kam es letztendlich zu Beleidigungen durch die später verletzten Personen, zum Spucken usw. Die Anwälte sehen hier auch eine Kultur der Empörung, die dann zu oftmals eingesetzter körperlicher Gewalt führt.

Dass es auch anderes geht, dass Deeskalation möglich ist, zeigt sich an einem Fall in München. Dort war eine 17-Jährige, die gemeinsam mit dem 19-jährigen Freund aus Prag kam, Polizisten aufgefallen. Die 17-Jährige wies drogentypische Merkmale auf, so z.B. glasige, stark gerötete Augen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass sie versucht hatte, Marihuana in Kondomen verpackt nach Deutschland zu schmuggeln. Insgesamt 22g wurden bei ihr, in Kondomen verpackt und in der Vagina versteckt, gefunden.

Der gesamte Ablauf lässt sich im offiziellen Polizeibericht nachlesen, interessant ist hierbei jedoch, dass trotz des aggressiven Verhaltens der 17-Jährigen, die nicht nur die Beamten beleidigte, sondern auch mehrmals gegen die Zellentür schlug und sich selbst am Kopf zu verletzen versuchte, es zu keinen Gewalttätigkeiten ihr gegenüber kam. Vielmehr verhielt sich die Polizei hier deeskalierend.

"Durch beruhigendes Zureden gelang es den Beamten dennoch im weiteren Verlauf die junge Frau zu besänftigen. Letztlich entschuldigte sie sich bei den Beamten für ihr Verhalten. Sie wurde nach der Durchführung aller notwendiger polizeilichen Maßnahmen entlassen."

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