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Nachrichten aus Kultur und Medien

"Brand Names are a Commie Scam!"

31.07.2012

John Kricfalusi will via Crowdfundig einen Ren-and-Stimpy-Nachfolgecartoon finanzieren

Die Ren and Stimpy Show war die beste Cartoonserie der 1990er Jahre – zumindest dann, wenn man die Bizarrheit des Humors als Qualitätsmaßstab zugrunde legt, der den in den Simpsons und in South Park in dieser Hinsicht klar in den Schatten stellt. Ihr Schöpfer John Kricfalusi durfte mit seiner Produktionsfirma Spümcø nur 19 Folgen der Serie für den Sender Nickelodeon produzieren, der die Markenrechte behielt. Trennungsgrund war seinen Angaben nach die Episode Man's Best Friend, in der die Figur George Liquor eine wichtige Rolle spielt. Ihr will Kricfalusi nun einen eigenen Zehnminüter widmen, für den er gerade Geld auf Kickstarter sammelt.

George Liquor ist Kricfalusis eigenem Vater nachempfunden, der angeblich so sparsam war, dass er nicht nur keine Markenprodukte kaufte ("Brand Names are a Commie Scam!"), sondern auch bei Dosen ohne Etikett zugriff, die Supermärkte für 3 Cent in die Ramschkiste stellten und deren Inhalt der Zeichner (mit etwas Übertreibung) als häufig extrem eklig schildert. Um das zeremonielle Öffnen solch einer Dose geht es auch in "Cans Without Labels" - der Geschichte, die der Kanadier mit den 110.000 Dollar erhofften Kickstarter-Einnahmen fertig verfilmen will. Damit will er nicht nur seine Mitarbeiter Jim Smith, John Kedzie, Sarah Harkey, Eddie Fitzgerald und Eric Bauza bezahlen, sondern auch junge Cartoonzeichner ausbilden.

Als Anreiz zum Spenden hat Kricfalusi ein Video online gestellt, in dem er den Plot von "Cans Without Labels" erzählt und mit bereits fertigen Zeichnungen eine Art Daumenkino-Vorgeschmack liefert. Investoren bietet er in seiner bis 17. August laufenden Kickstarter-Sammlung unter anderem virtuelle Bleistiftaufsätze und essfettige signierte Schmierzettel mit Entwürfen als Belohnung. Wer über 10.000 Dollar spendet, dem wird garantiert, dass er als Karikatur in dem Cartoon auftaucht – vielleicht sogar "mit runtergelassenen Hosen". Von solchen Versprechungen ließen sich bislang gut 1.400 Fans dazu hinreißen, insgesamt über 55.000 Dollar zu spenden.

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