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China: Städte wollen Pkw-Verkehr beschränken

07.08.2013

Wegen extremer Luftverschmutzung soll in zusätzlichen Städten der Verkauf eingeschränkt werden

Neue Autos sind nicht überall in China willkommen. Einige Städte wie Beijing (Peking), Schanghai, Guangzhou und Guiyang haben bereits Beschränkungen für Neuzulassungen eingeführt, um Dauerstaus und Smog zu bekämpfen. Nun berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass in acht weiteren Metropolen - Chengdu, Chongqing, Hangzhou, Qingdao, Shenzhen, Shijiazhuang, Tianjin und Wuhan – demnächst der PKW-Verkauf erschwert werden soll. Näheres sei allerdings noch nicht bekannt.

Die Agentur beruft sich auf Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der Vereinigung der chinesischen Automobilhersteller, Shi Jianhua. Dieser rechnet damit, dass dadurch die jährlichen chinesischen Verkäufe um 400.000 Einheiten vermindert werden. Im letzten Jahr waren in China 19,3 Millionen Fahrzeuge (davon 15,5 Millionen Pkw) verkauft worden. Insgesamt fahren inzwischen etwa 250 Millionen Motorfahrzeuge auf den Straßen der Volksrepublik wovon knapp die Hälfte Pkw sein dürften.

Chinas Städte leiden seit Jahren unter extremer Luftverschmutzung, die eine Folge der raschen Industrialisierung ist. Der Kohleverbrauch hat sich seit den 1990er Jahren vervierfacht, die Zahl der Fahrzeuge seit Ende der 1990er sogar verzehnfacht.

Nach Diabetes, Bluthochdruck und Rauchen gehören in China Atemwegserkrankungen in Folge von Luftverschmutzung zu den häufigsten Ursachen von vorzeitigen Todesfällen, hat eine Studie ergeben, über die kürzlich die New York Times berichtet hat. 1,2 Millionen Menschen seien allein 2010 an den Folgen des Smogs gestorben.

Die chinesischen Behörden haben bisher versucht, derlei Diskussionen und auch die Ergebnisse von Messungen der Luftverschmutzung unter dem Teppich zu halten. Allerdings führt verstärkter öffentlicher Druck inzwischen dazu, dass die Probleme sehr ernst genommen und mit Informationen zunehmend offener umgegangen wird. Die Bevölkerung ist inzwischen derart über die wachsende Umweltverschmutzung beunruhigt, dass wiederholt neue Industrieprojekte aufgrund von Protesten aufgegeben werden mussten.

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