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Nachrichten aus Politik und Wirtschaft

Chinas Medienoffensive

25.03.2010

Neue Konkurrenz für CNN & Co. aus dem Land der Mitte

Wie sehr die Welt inzwischen zum Dorf geworden ist, lässt sich nicht nur am Welthandel, an den wachsenden wechselseitigen ökonomischen Abhängigkeiten, am Internet oder am wachsenden internationalen Verkehr ablesen. Die Medienwelt spiegelt das Zusammenwachsen wider, auch wenn es sich dort vor allem als die Konkurrenz verschiedener nationaler Projekte auf einem internationalen Markt abspielt (an wirklich internationalen Medien herrscht hingegen immer noch ein eklatanter Mangel).

Newcomer in diesem Geschäft ist China, das kürzlich, wie die Nachrichtenagentur IPS berichtet, den Handschuh geworfen hat. Demnächst will die Nachrichtenagentur Xinhua einen weltweit sendenden englischen Kanal aufbauen, der Al Jazeera nachempfunden sein soll. Aber das ist nur ein Projekt von vielen. Die Regierung habe 45 Milliarden Yuan (rund 4,5 Milliarden Euro) für die globale Expansion seiner Medien bereit gestellt.

China Central Television ( CCTV) hat zum Beispiel neben seinen schon älteren französischen und spanischen Angeboten auch Arabisch und Russisch in sein Programm aufgenommen. Portugiesisch soll demnächst folgen. In den nächsten drei Jahren soll die Zahl der Auslandsbüros von 19 auf 56 steigen. Am 1. Januar hat Xinhua außerdem bereits einen chinesischsprachigen Kanal ( China Xinhua News Network Corp CNC) auf Sendung geschickt, der rund um die Uhr Südostasien und den Pazifikraum bedient. Ab Juli werden auch englische Nachrichten produziert. Einzelne Sendungen in Arabisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch und Französisch sollen folgen.

Vertreter der chinesischen Regierung, so der IPS-Bericht, hätten keinen Zweifel daran gelassen, dass es bei der Kampagne darum gehe, die globale öffentliche Meinung über China zu beeinflussen. Aber das versteht sich wohl von selbst und ist sicherlich keine chinesische Besonderheit. Neu ist lediglich, dass man in den meisten Teilen der Welt nun zwischen der CNN-, der Al-Jazeera- und der Xinhua-Weltsicht wird wählen können.

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