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Die "politisch" mächtigsten US-Milliardäre

13.09.2014

Der von einem Brookings-Professor erstellte "U.S. Billionaires Political Power Index" zeigt eine durchaus ausgewogene Unterstützung von Demokraten und Republikanern durch die Super-Reichen

Darrell M. West, ein prominenter Sozialwissenschafter am Brookings Institute, beschäftigt sich in seinem nächste Woche erscheinenden Buch "Billionaires:Reflections on the Upper Crust" unter anderem mit der politischen Macht der US-Milliardäre. Darin präsentiert er einen "U.S. Billionaires Political Power Index", in dem er die reichsten US-Amerikaner – demnach gäbe es 492 Milliardäre mit einem Vermögen von insgesamt mehr als zwei Billionen Dollar - nach ihrem politischen Einfluss in eine Rangordnung bringt.

Dabei scheint das Match zwischen Republikanern und Demokraten sogar halbwegs ausgeglichen. So wird die Rangliste von den ultra-rechten Brüdern Charles & David Koch angeführt, die das zweitgrößte nicht-börsennotierte US-Unternehmen kontrollieren. Sie hätten bereits mindestens 30 Mio. Dollar aufgewendet, um bei den kommenden Mid-term-Kongresswahlen verletzliche demokratische Amtsinhaber zu diskreditieren, und bis November sollen es noch insgesamt 290 Millionen werden. Darüber hinaus finanzieren sie Anzeigen-Kampagnen gegen die laufenden Reformen des Gesundheitssystems, die sie zwar nicht verhindern, aber massiv diskreditieren konnten.

An zweiter Stelle steht der frühere Bürgermeister von New York City, Michael Bloomberg, der seinem gleichnamigen Finanzinformationskonzern gerade wieder das Ruder übernommen hat. West zufolge habe er insgesamt bereits 650 Millionen Dollar in seine politischen und gesellschaftlichen Kampagnen gesteckt, wobei er sowohl für Demokraten wie für die Republikaner kandidiert hat. Eines seiner Hauptanliegen sei die stärkere Regulierung von Feuerwaffen, wobei er bereits 50 Millionen in den Kampf gegen die NRA (National Riofle Assoziation) gesteckt habe und Kongressabgeordnete unterstütze, die seine Meinung teilen.

An dritter Stelle liege Hedge Fund Manager Tom Steyer, der auf der liberalen Seite steht und sich als "Klimawandel-Aktivist" etabliert hat. Er tritt gegen den Pipeline-Bau auf, fördert Kampagnen zur Klimagas-Reduktion und will gleichgesinnte Politiker bis zu den Mid-term-elections noch mit 50 Millionen Dollar unterstützen.

Dahinter rangiert der Casino-Magnat Sheldon Adelson, der 2012 rund 93 Millionen investiert hatte, um Präsident Obama zu verhindern. Für das nächste Mal hat er doppelt so viel versprochen, weshalb seine Meinung im republikanischen Lager auf beträchtliche Zustimmung stößt. Zu seinen "Adelson-Primaries" in Las Vegas hat er heuer bereits vier potentielle Kandidaten eingeladen, darunter Jeb Bush.

An fünfter Stelle rangiert der liberaler Großspender George Soros, der seine Milliarden als Hedge Fonds Manager verdient hat. Er hatte, obschon ursprünglich auf Hillary Clintons Seite, Obamas Wahlkampf am Ende noch mit einer Million Dollar unterstützt und sich bereits neuerlich für eine Kandidatur Hillarys positioniert. Darüber hinaus unterstützt er etliche Grassroots-Bewegungen, etwa für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Bildung oder HIV-Bekämpfung. Dahinter rangiert der Medien-Mogul Ruppert Murdoch, gefolgt von der liberalen Microsoft-Familie Gates.

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