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Außer Kontrolle
Twister schreibt

Diese Taube ist die letzte, Ali

Telefon- und Internetverbot für Gefährder... tja, das kann es doch wohl nicht gewesen sein, liebe Politiker. Da geht noch was ...

Es ist höchsterfreulich, dass die Politik auf die stetig wachsende Terrorgefahr reagiert und konstruktive Vorschläge macht, wenn es darum geht, mit Menschen, die verdächtig, aber zu clever für tatsächliche Straftaten sind, umzugehen. Es besteht hier ohne Frage eine erhebliche Sicherheitslücke, wenn es nicht möglich ist, Menschen auf Grund eines Verdachts auf die mögliche Begehung einer Straftat in der Zukunft bereits präventiv zu verhaften und zu verurteilen. Insofern ist eine entsprechende Rechtsänderung durchaus positiv zu bewerten. Die vermeintliche Sorge um den Rechtstaat muss hier der Sorge um die möglichen Opfer weichen und der Gefährder darf nicht zum Gefährdenden werden, zum Täter.

Das Telefon- und Internetverbot für Gefährder ist insofern ein positiver Vorstoß, aber es darf nicht dabei bleiben, denn damit sind keineswegs alle Möglichkeiten ausgeschöpft, wenn es um Kommunikation geht. Zwar ist davon auszugehen, dass Personen, die unsere Gesetze nicht achten und die daran arbeiten, unsere Gesellschaftsordnung und unser Land zu vernichten, sich an ein Gesetz, das ein Telefonieren und dem Umgang mit dem Internet verbietet, halten werden.

Allerdings bleibt hier unverständlich, wieso die Politik nicht weiter geht und versteht, dass Kommunikation an sich gefährlich ist und nicht zuletzt auch ein Verbot nicht verhindert, dass andere den Gefährder, der sich an das Gesetz zwar insofern halten möchte, als dass er Telefon und Internet meidet, jedoch natürlich weiterhin an der Zerstörung unserer Zivilisation arbeitet, in Versuchung führen, diesen Plan mittels ihrer Hilfe auszuführen. So wäre es unschuldigen Dritten möglich, dem Gefährder aus reiner Naivität ein Handy anzubieten, wenn er beispielsweise in einem Notfall jemanden benachrichtigen will. Es ist also unerlässlich, dass jeder bereits erkennt, dass es sich jemanden handelt, der weder Telefon noch Internet benutzen darf. Hierfür würden sich Tätowierungen an diversen Stellen eignen.

Würde das Kommunikationsverbot dann konsequent weiterverfolgt werden, so würde es sich empfehlen, auch aus anderen Kulturen z.B. Möglichkeiten wie die Entfernung von Zunge oder Händen zu übernehmen.

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