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Drastischer Eisverlust in der Antarktis

25.03.2008

US-amerikanisch und britsiche Wissenschaftler berichten vom Auseinanderbrechen eines gewaltigen Schelfeisblockes.

Quelle: BAS
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Forscher des British Antarctic Surveys (BAS) und des US-amerikanischen National Snow and Ice Data Centers (NSIDC) berichten, dass sich ein großer Schelfeisschild am Rande der Antarktischen Halbinsel in Auflösung befindet. ( Hier geht es zu einer Satellitenaufnahme der Region.) Auf einer Fläche von rund 405 Quadratkilometern ist Eis vom Wilkins-Schelfeis abgebrochen. Der etwa 13.000 Quadratkilometer große Rest des Schildes - eine Fläche, die nur etwas kleiner als Schleswig-Holstein ist - hängt jetzt nur noch an einem schmalen Streifen an einer vorgelagerten Insel. Sollte dieser auch noch zerfallen, würde sich ziemlich wahrscheinlich der ganze Schild auflösen.

Schelfeis ist mehrjähriges Eis, das mehrere 100 Meter dick werden kann und den Küsten der Antarktis an verschiedenen Stellen vorgelagert ist. In der Regel stellt es die Verlängerung der Festlandgletscher ins Meer hinaus da. In der Vergangenheit hat man nach Zusammenbrüchen vorgelagerter Eisschilde feststellen können, dass sich die Fließgeschwindigkeit der Gletscher wesentlich erhöht, der Eisschwund also beschleunigt hat.

In den letzten zehn Jahren ist es mehrfach zum Auseinanderbrechen von Schelfeisschilden vor den Küsten der Antarktischen Halbinsel gekommen. Nach Angaben des BAS hat sich das Klima dort in den letzten 50 Jahren erheblich erwärmt. Mit 0,5 Grad Celsius pro Jahrzehnt hat sich die Jahresmitteltemperatur so stark und schnell erhöht, wie nirgends sonst auf der Erde. (Der benachbarte Rest der Antarktis gehört hingegen bisher zu den ganz wenigen Regionen des Planeten, in denen keine Erwärmung festgestellt werden kann.) NSIDC-Wissenschaftler Ted Scambos, der die Abbrüche als erster festgestellt hat, ist sich denn auch sicher, dass die Ursache im Klimawandel zu suchen ist: „Wir glauben, dass es das Wilkins-Schild seit mindestens einigen Jahrhunderten gibt. Doch jetzt haben die warme Luft und die Ozeanwellen den Zusammenbruch herbeigeführt.“ Durch die globale Erwärmung hat sich in den letzten Jahren im Breitengürtel rund um die Antarktis die Intensität der Stürme verstärkt.

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Quelle: BAS

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