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"Effektiv al-Qaidas Luftwaffe"

06.09.2013

Ein republikanischer Senator aus Texas lehnt US-Luftschläge in Syrien mit deutlichen Worten ab – Neue Greueltaten durch Salafisten

Gestern tauchte ein neues Video aus dem syrischen Bürgerkrieg auf, das zeigt, wie ein Rebellenkommandant halbnackt knieende gefangene Soldaten mit Genickschüssen exekutieren lässt, nachdem er vorher ein schwülstiges Gedicht vorgelesen hat. Im US-Kongress bleiben solche Dokumente ( die schon in der Vergangenheit immer wieder an die Öffentlichkeit drangen) nicht ohne Wirkung: Ted Cruz, einen republikanischer Senator aus Texas, bewegten sie bereits am Dienstag (kurz vor dem Bekanntwerden des neuen Videos) zu der Bemerkung, wenn man Syrien angreifen würde, dann mache man sich effektiv zu "al-Qaidas Luftwaffe".

Die von Cruz angesprochen Salafisten scheint diese Kritik wenig zu stören: Sie griffen währenddessen den griechisch-katholischen Pilgerort Maalula an und dokumentierten dies ebenfalls auf Video. Nach drei Luftangriffen soll die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten mittlerweile jedoch wieder vertrieben haben.

Maalula, ein gut 50 Kilometer von Damaskus entfernte aramäisches Dorf, ist nicht die erste christliche Ortschaft, die sich Salafistenbrigaden als Angriffsziel aussuchten: Die Kämpfer postulieren auch anderswo ganz offen Slogans wie "Christen in den Libanon, Alawiten ins Meer". An der Grenze zur Türkei kam es bereits am 6. August zu ethnoreligiösen Säuberungen, an denen auch deutsche Konvertiten beteiligt gewesen sein sollen. Ob die Teilnehmer dafür nach einer Rückkehr in die Bundesrepublik belangt werden können, wie der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi fordert, ist noch unklar. Weder das Bundeskriminalamt noch die Bundesanwaltschaft wollen sich hierzu konkret äußern.

Auf Veranstaltungen in Dortmund und anderen deutschen Städten, sammeln heimische Salafisten währenddessen nicht nur Geld, sondern werben auch bemerkenswert direkt dafür, in Syrien und Ägypten Christen zu töten. Mit denen befinde man sich "seit 1400 Jahren im Kriegszustand" und nun sei "die Zeit des Endkampfes […] nahe".

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