k
Kultur & Medien News
Nachrichten aus Kultur und Medien

Eine knappe Mehrheit der Briten hat Zweifel an der Evolutionstheorie

02.02.2009

Auch 150 Jahre nach der Entstehung der Evolutionstheorie Darwins ist diese noch grundsätzlich umstritten.

Großbritannien ist das Heimatland von Charles Darwin, der vor 200 Jahren geboren wurde. Sein Hauptwerk "Die Entstehung der Arten" ist vor 150 Jahren erschienen. Die von Darwin begründete Evolutionstheorie ist weiterhin umstritten, vornehmlich unter Christen und Muslimen, weil damit der Rolle des allmächtigen Schöpfers, wie sie in der Bibel beschrieben wird, und die Teleologie der Schöpfung untergraben wird.

Anlässlich der beiden Jubiläen hat Theos, ein theologischer Thinktank, eine Umfrage in Auftrag gegeben, für die über 2000 Briten befragt wurden. Knapp die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die Evolutionstheorie Darwins zutrifft: für ein Viertel ist sie eindeutig wahr, das andere Viertel schätzt sie als "wahrscheinlich wahr" ein.

Die Hälfte der Briten kann jedoch nach der Umfrage nicht viel mit der Evolutionstheorie anfangen, lehnt sie ab oder weiß nicht recht Bescheid. 10 Prozent haben wiederholt Aussagen der Kreationisten zugestimmt, die Evolution prinzipiell ablehnen und glauben, dass die Erde vor 10.000 Jahren geschaffen wurde. 12 Prozent haben stets Fragen im Sinne des Intelligent Design zugestimmt, also dass die Evolution höchstens einen kleinen Spielraum hat, wesentliche Eingriffe aber durch einen Schöpfer erfolgten. 44 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Gott alle Lebewesen geschaffen habe. Allerdings sagen auch 34 Prozent, dass sie die "atheistische Evolution" für richtig halten, nach der die Evolution den Glauben an einen Gott Gott überflüssig und absurde mache.

Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent stimmte der Aussage zu, dass "die Evolution alleine nicht ausreicht, um die komplexen Strukturen einiger Lebewesen zu erklären, daher ist die Einwirkung eines Gestalters (designer) an wichtigen Stufen erforderlich". Das würde der Position des "Intelligent Design" entsprechen, die primär versucht, auf Erklärungslücken in der Evolutionstheorie hinzuweisen, um ihr religiöses Verständnis zu retten. In einer Umfrage gaben 34 Prozent der befragten Briten an, es sei historisch richtig, dass Jesus von der Jungfrau Maria geboren wurde.

Anzeige
Cover

Die Form des Virtuellen

Vom Leben zwischen den Welten

Anzeige
Hellwach mit Telepolis
Anzeige
Cafe
Telepolis-Cafe

Angebot des Monats:
Kaffee und Espresso aus Nicaragua in der Telepolis-Edition für unsere Leser

Cover

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise

Demokratie am Ende?

Wolfgang J. Koschnick analysiert den Niedergang der entwickelten parlamentarischen Parteiendemokratien. Das verbreitete Klagen über "die Politiker" und die allgemeine "Politikverdrossenheit" verstellt den Blick dafür, dass alle entwickelten Demokratien in einer fundamentalen Strukturkrise stecken.

bilder

seen.by

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

Tastenkürzel:

ctrl-Taste:
Zum Wechseln zwischen Heise- und Google-Suche

esc-Taste:
Verlassen und Zurücksetzen des Eingabe-Felds

Buchstaben-Taste F
Direkt zur Suche springen

SUCHEN

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

SUCHEN

.
.