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Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Es geht nicht ohne Götterdämerung

04.04.2012

Irgendwie fehlt es gerade an neuen digitalen Säuen, die man durch das Dorf treiben kann. Ein paar Beispiele, was deshalb überhand nimmt

Momentan sind die Götter aus der Pubertät und sogar Facebook auf dem Weg zur Börse. Und weil nicht einfach nur etwas gross sein darf im Internet, sondern eigentlich immer schon ein wenig die Welt übernehmen soll, beginnt nun der Klagegesang, dass die Grossen der Branche schwere Zeiten vor sich haben. Denn die Waagrechte riecht in einem Wachstumsmarkt nach Absturz. Exponentielles Wachstum ist die Standardeinstellung, oder es herrscht Panik auf dem Parkett.

Und damit sind nicht eigentlich einfache Rechenbeispiele gemeint, dass zum Beispiel ein westamerikanischer Hersteller von tragbaren Ohrcomputern verdächtig hohe Margen aufweisen kann. Und es soll auch gar nicht davon gesprochen werden, dass Aprilscherze das Ende von Coreprodukten suggerieren.

Nein, es geht mehr um zehn Gründe, die einen Internetgiganten lähmen. Der Artikel in der SZ ist ungefähr so stimmgenau wie ein Lamento über das Ende von geschnittenem Brot. Und liest man genauer, geht es einem wie bei Punkt zwei des Artikels. Ob Johannes Kuhn weiss was er will? Ich weiss es nicht.

Aber es gibt noch mehr Endgesänge. Apple's App Store ist ja eigentlich nicht mehr der Rede wert, sagen die einen. Groupon ist ja schon fast am Ende sagen die anderen. Eigentlich ist jeder gerade am Ende, weil er nicht "the next big thing" für sich beanspruchen kann.

Sagen wir es einfach so. Es gibt einen Grundreflex, dass man nach einer ausgesprochenen Hypephase, in der schon die Erwähnung von Facebook ein dunkles Raunen der Euphorie im Publikum hervorrief, nun ein wenig auf das nächste Prachtpferd wartet und sich deshalb die vorhandenen Gäule im Stall anschaut. Und die scheinen nur den Abdecker vor sich zu haben, wenn sie sich nicht zum neuen Shooting Star aufpolieren lassen.

Also gut. Warten wir eben auf den Neuen. Pinterest? Komisch, keiner raunt. Warten wir noch ein bisschen länger...

...könnte ich einen Kaffee haben?

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