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"Es hat doch niemand etwas zu verbergen, oder?"

26.09.2011

Anonymous Austria veröffentlicht 25.000 Datensätze, angeblich Adressen und Geburtsdaten von Polizisten

In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Personen, die im Verdacht stehen, Websiten der Parteien SPÖ, FPÖ und der Grünen angegriffen zu haben. Laut Medien- Berichten könnte dies in Zusammenhang mit einer Aktion stehen, die aktuell für Aufsehen sorgt.

Auf dem Twitter-Account von AnonAustria befindet sich ein Link, der zu einer Personenliste auf pasthtml.com führt. Dort sind tabellarisch von A bis Ü 24.938 Namen mit Geburtsdatum und genauer Adresse nachzulesen. Nach Angaben von AnonAustria sind das Datensätze der österreichischen Polizei, die hier "geleakt" werden. Die Frage, woher die Daten stammen, wird nicht beantwortet. "Sie wurden uns zugänglich gemacht", heißt es in einem Tweet.

Weiter wird darauf hingewiesen, dass man "übrigens nie von einem 'Hack' gesprochen" habe und dass man die Namen auf Google oder Facebook suchen könne. Darüberhinaus sind Anspielungen auf die Vorratsdatenspeicherung - "Ob unsere Vorratsdaten in Zukunft auch so sicher aufbewahrt werden?" - und auf das oft gebrauchte Argument für behördliche Datensammlungen zu lesen: "Es hat doch niemand etwas zu verbergen, oder?"

Die Liste wird als "schön übersichtlich und mit Suchfunktion" beschrieben. Laut Experten enthält die Liste, die anders als im Telefonbuch nicht nur die Post-Adresse, sondern auch das Geburtsdatum aufführt, Möglichkeiten zum Identitätsdiebstahl ( Die Erfahrungen von Frau Groll) und ist darüberhinaus geeignet, um weitere Nachforschungen anzustellen, von denen Kriminelle profitieren könnten. Auf AnonAustria wird die Sache weniger ernstgenommen. Ob man denn nicht den Polizisten, die heute Geburtstag haben, ein Pony schicken könne? Allerdings müssen sich die Anonymen auch mit der Frage konfrontieren, ob sie mit dieser Aktion nicht der falschen Seite in die Hände spielen.

Das österreichische Innenministerium habe den "Hack" mittlerweile bestätigt, berichtet die Zeitung Der Standard. Eine Stellungnahme werde vorbereitet, heißt es andernorts.

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