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Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Facebook weltweit und überhaupt

22.06.2011

Die Schattenseite eines Standards sind seine Monopolstellung und fehlende Alternativen.

Das Internet verändert sich. iCloud macht den mobilen Datenverkehr mehr oder weniger zu einer Angelegenheit von Apple. Und Facebook ist inzwischen das, was die Schweiz für Geld und Afghanistan für Heroin ist. Man kommt daran nicht vorbei, ob man will oder nicht. Nicht einmal, wenn man es noch so bekämpft.

Dabei würde jeder Versuch, sich im richtigen Leben wie in Facebook zu benehmen schon ziemlich schräg aufschlagen. Noch einmal zur Erinnerung: Man muss nicht mit jedem Freund sein, alles mögen und ständig das wiederkäuen, was andere auch toll finden. Das muss man eher auf einem amerikanischen Campus, damit man Freunde findet und nicht alleine durch die Studienzeit kommen will. Aber sonst ist Facebook eher in der Rubrik „hyper“ zu suchen. Oder man bildet sich ein, heutzutage chic zu sein, wenn man eine Social Media Strategie entwickelt und implementiert.

Mittlerweile hat sich Facebook ausgedehnt wie EHEC auf einem Biohof, wenn man eine Weltkarte aufmalt und den Datentraffic der drei meistgenutzten Services dokumentiert. Das Internet scheint zu Monopolisierung zu neigen, oder ist es mehr eine Marktwirtschaft, die einen Tippingpoint für bestimmte Produkte und Hersteller begünstigt, ohne die es dann plötzlich nicht mehr zu gehen scheint.

Dabei gibt es dann immer einen Robin Hood Effekt in der digitalen Welt, der bei Betriebssystemen Linux heisst, und nun mit Diaspora sin Möglichstes tut. Wir wissen: Der Standard ist böse, auf lasst ihn uns unterwandern und einen eigenen als Gutmenschenstrategie aufsetzen. Ganz von unten, ganz unter uns, ganz ohne den anderen. Und eigentlich ganz wirkungslos für den grossen, bösen Feind.

Eine kleine Wette auf die Zukunft: Es gibt in der Marktwirtschaft immer die „Big Three“, mit denen es sich ausbalanciert einen Markt aufteilen lässt. So wie Microsoft, Apple und Google sich die Betriebssysteme eingeteilt haben und für eines von Facebook schon kein Platz mehr wäre, so gibt es vielleicht eine Triangle der Social Services. So lange wird noch die eine oder andere neue Plattform das Licht der Welt erblicken, bis wieder drei sich das Spiel aufteilen. Und wenn FaceLinkedDiaspora schon genug sind, dann kommt vielleicht noch eine Nischenprodukt oder eine lokale Beule wie Xing dabei heraus.

C’ est ca.

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