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Fall NSU: Merkwürdige Verbindung zum Ku-Klux-Klan?

01.04.2015

Ausgebranntes Auto von Kriminalbeamten untersucht, dessen Bruder in Verbindung zu dem Geheimbund stehen soll

Ausgerechnet ein Kriminalbeamter, dessen Bruder in Verbindung mit dem mysteriösen Ku-Klux-Klan KKK Stuttgart stehen soll, hat das ausgebrannte Autowrack des ums Leben gekommenen Zeugen in Sachen Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), Florian H, untersucht. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten.

Der Zeuge, Florian H., der angeblich im Besitz von Informationen zum Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter war, verbrannte am 16. September 2013 in seinem Fahrzeug - kurz vor einer Vernehmung des Landeskriminalamts. Die Ermittler kamen damals zu dem Schluss, dass Florian H. Selbstmord begangen hat.

Die Eltern des verstorbenen Zeugen beklagten später eine schlampige Polizeiarbeit, da diverse Gegenstände in dem ausgebrannten Autowrack von der Polizei übersehen wurden.
In dem Artikel der Stuttgarter Nachrichten, der sich mit dem KKK auseinandersetzt, ist zu lesen:

"Die meisten Treffen zwischen Schmid und am KKK interessierten Polizisten fädelte Steffen B. ein. Dessen Bruder, ein heutiger Kriminalbeamter, untersuchte das ausgebrannte Wrack des Autos, in dem sich der Neonazi-Aussteiger Florian H. im Herbst 2013 das Leben genommen haben soll."

Die Stuttgarter Nachrichten berichten weiter, dass es sich bei dem Gründer des KKK Stuttgarts um einen V-Mann des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz handelt.

Nun wird bekannt, dass sich für eine Mitgliedschaft in dem Geheimbund offenbar bis zu 20 Polizisten interessierten. Brisant: Bei einem der Mitglieder des KKK handelt es sich ausgerechnet um jenen Beamten, "der an dem Tag als Gruppenführer Michèle Kiesewetters in Heilbronn eingeteilt war, als die Polizeimeisterin im April 2007 in Heilbronn ermordet wurde".

Die Stuttgarter Nachrichten berichten außerdem, dass die Eltern von Florian H. dem NSU-Untersuchungsausschuss weitere Beweismittel übergeben haben. Dazu sollen unter anderem zwei Handys, ein Speicherstick, ein Laptop und ein Camcorder gehören.

Inzwischen hat sich auch jener Zeuge zu Wort gemeldet, der an dem Morgen, als Florian H. in seinem Auto verbrannte, einen weiteren Mann am Fahrzeug von H. beobachtet haben will.
Bei dem Zeugen handelt es sich um einen Fahrschullehrer, der sich an diesem Morgen auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, also dort wo, das Fahrzeug brennend aufgefunden wurde, für eine Unterrichtsstunde mit einem Fahrschüler vorbereitete. In dem Artikel auf migazin.de heißt es:

"Gegen 8:30 Uhr fällt ihm ein allein stehender Peugeot auf, der ungewöhnlich abgestellt war. Aus ca. 20 Metern Entfernung sieht er eine Person auf der Fahrerseite, im Auto sitzend. In unmittelbarer Nähe, auf der Höhe des Kofferraumes sieht er eine weitere Person, einen Mann, der eine Zigarette raucht. Er hat eine kräftige Statur. Sein Alter schätzt er grob auf 30 bis 50 Jahre. Zu Beginn seiner zweiten Fahrstunde kommt er wieder an derselben Stelle vorbei. Er erschrickt, denn nun sieht er dasselbe Auto – ausgebrannt. Die Feuerwehr hat den Brand bereits gelöscht. Als er sich dem Auto nähert, kann er darin grob die Person in derselben Position wiedererkennen. Der 21jährige Florian Heilig ist tot."

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