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Freedom-Flotille II: neuer Versuch

04.07.2011

Organisatoren kündigen trotz Auslaufverbot Weiterfahrt an

Eine Woche später als geplant ( "Menschlich bleiben") kündigen die Organisatoren der Freedom-Flotille II erneut an, dass alle Schiffe, die dazu imstande sind, heute losfahren würden, berichtet die israelische Journalistin Amira Hass. Wie viele Schiffe auf Fahrt gehen, sei aber unbekannt. Für den Korrespondenten der Libération ist auch dieser Versuch "von Anfang an zum Scheitern verurteilt".

Die Schiffe der Aktivistenflotte, beladen mit Hilfsmittel für den Gazastreifen, dürfen aus griechischen Häfen nicht auslaufen, weil die griechische Regierung eine entsprechende Order protestiert&catid=44:free-gaza--home&Itemid=66: erlassen hat.Israel würde die Gaza-Blockade bis nach Griechenland verlängern, "outsourcen", heißt es auf Seiten der Organisatoren ( Stellvertreterkonflikte in der Ägäis).

Das amerikanische Schiff Audacity of Hope, das die Blockade durchbrechen wollte, wurde aufgehalten. Die Organisatoren der Flotte bezichtigen die israelische Regierung, dass sie Einfluss auf die griechische Führung genommen habe, um das Image-Problem, das sie mit der Flotte hat, auf diese Art zu lösen.

Teilnehmer der Flotte, die vergangene Woche in Griechenland vergeblich auf eine Erlaubnis zum Auslaufen warteten, berichten von einer katastrophalen Woche und einer Reihe von Hindernissen, welche die griechischen Behörden vor den Aktivisten aufbauten - mit der Unterstützung der UN, der USA und auch Frankreichs (siehe Une semaine dans l'enfer grec). Aktivisten werfen der israelischen Regierung zudem vor, dass sie hinter Sabotageakten stünde, die zwei Schiffe seeuntüchtig gemacht habe.

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman reagierte auf die Vorwürfe mit den Worten, dass die Teilnehmer der Flottille "zuviel James Bond-Filme sehen" würden, sie würden die Schuld bei anderen suchen, um der eigenen Verantwortung auszuweichen, es fehle ihnen an Unterstützung aus anderen Ländern. Zugleich räumte Liebermann ein, dass Israel hinter der Entscheidung der griechischen Regierung stecke, die Weiterfahrt der Schiffe nach Gaza zu verhindern:

"Things do not just happen on their own, the Quartet, the governments of Greece, and Cyprus object to the flotilla, understand the needs of Israel, and are acting effectively."

Am Freitag hatte sich der israelische Premierminister Netanjahu bereits für die interantionale Hilfe in der Sache bedankt.

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