e
Energie & Klima News
Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

George Soros warnt vor Rohstoffspekulation

10.06.2008

Fonds wetten mit Milliarden in den Rohstoff-Indizes auf weiteren Preisanstieg.

George Soros, Multimilliardär, Prototyp des Spekulanten und bei vielen in Südostasien noch immer wegen seiner Rolle beim Ausbruch der Asienkrise im Sommer 1997 verhasst, hat vor einer "Super-Blase" an den Rohstoffmärkten gewarnt. Was den Ölmarkt angeht sieht er eine Spekulationsblase auf einen aufwärtsgerichteten Trend aufgesetzt, der allerdings starke Fundamente hat. Soll heißen, für den Ölpreisanstieg gibt es in der Realwirtschaft sehr gute Gründe, aber auf diese Entwicklung gibt es derzeit sozusagen einen Spekulationsaufschlag. Soros machte seine Äußerungen vor einem Ausschuss des US-Senats.

Während er für den Ölmarkt keine unmittelbare Gefahr eines Zusammenbruchs sieht, hält er die Situation an den Rohstoffmärkten insgesamt für besorgniserregend. Wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen würden, sei ein Crash wie der von 1987 wahrscheinlich. Dessen Auswirkungen auf die reale Wirtschaft blieben seinerzeit allerdings sehr beschränkt, wovon derzeit aufgrund der schlechten Lage in den USA und einigen anderen Ländern nicht unbedingt ausgegangen werden kann.

Soros schlägt vor, dass der Gesetzgeber den Handel mit Rohstoff-Indizes erschwert, weil durch ihn die gegenwärtige Blase aufgebläht werde. Unter anderem sollten Pensionsfonds ganz vom Handel mit Rohstoffen ausgeschlossen werden.

Bei der Investment Bank Lehman Brothers schätzt man, dass die von Fonds verwalteten Vermögen in den Rohstoffmärkten von 70 Milliarden US-Dollar im Jahre 2006 auf 235 Milliarden US-Dollar Mitte April 2008 zugenommen haben. Von dem Zuwachs von 169 Milliarden US-Dollar entfielen 90 Milliarden auf den Zufluss zusätzlichen Kapitals und 75 Milliarden US-Dollar auf den Wertzuwachs der ursprünglichen Anlagen.

Anzeige
Hellwach mit Telepolis
Anzeige
Cafe
Telepolis-Cafe

Angebot des Monats:
Kaffee und Espresso aus Guatemala in der Telepolis-Edition für unsere Leser

Cover

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise

Anzeige
Cover

Vergiftete Beziehungen

Männer oder Frauen: Wer hat recht?

Demokratie am Ende?

Wolfgang J. Koschnick analysiert den Niedergang der entwickelten parlamentarischen Parteiendemokratien. Das verbreitete Klagen über "die Politiker" und die allgemeine "Politikverdrossenheit" verstellt den Blick dafür, dass alle entwickelten Demokratien in einer fundamentalen Strukturkrise stecken.

bilder

seen.by

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

Tastenkürzel:

ctrl-Taste:
Zum Wechseln zwischen Heise- und Google-Suche

esc-Taste:
Verlassen und Zurücksetzen des Eingabe-Felds

Buchstaben-Taste F
Direkt zur Suche springen

SUCHEN

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

SUCHEN

.
.