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Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Google will Deine Stimme

16.03.2009

Mit Google Voice sollen Kunden in der Lage sein, weltweit und ein Leben lang eine Telefonnummer zu haben und auf eine Vielzahl von Features zurück zu greifen.

Wer suchet, der findet. Das trifft zumindest für Google auch bei neuen Märkten zu. Während im Stammgeschäft die Einnahmen für Ads wegen der weltweiten Rezession nicht optimal sind, kann man inzwischen in den USA bei Websearches auf einen Marktanteil von 72,11% verweisen. Ideale Startbedingungen für Synergien zwischen besetzten und neuen Geschäftsfeldern. Seit Anfang März existiert in der Google üblichen Weise eine Ankündigung mit einer Beta-Phase für einen neuen Service, der die Telefone von Telcom-Managern weltweit heisslaufen lassen könnte.

Google Voice hat schon zur einen oder anderen Lobeshymne wie der von David Pogue geführt und stellt sozusagend einen unified messaging service dar, der es einem ermöglicht, eine zentrale Telefonnummer zu haben, die einem ein Leben lang mit dem Routing von Gesprächen, dem kostenlosen Transskript von Nachrichten auf dem Anrufbeantworter und einem Conferencing Service zu Diensten ist.

Das klingt schon einmal nicht schlecht, steht aber zuerst einmal den Kunden zur Verfügung, die das heute noch über Grand Central erledigen. Und dieser Service gehört...Google.

Natürlich denkt man hier nicht unbedingt nur bis zur Stadtgrenze. Die Firma sieht sich als zukünftiger weltweiter Hub für Kommunikation. Drunter macht man es ja nicht mehr. Und genau hier beginnen auch die Bauchschmerzen für einige Kommentatoren. Will man alle seine Suchen, Telefonate, seine Online-Dokumente und Mails, seinen Videokonsum, sogar seine Krankenakten einem einzigen Konzern und damit einer einzigen Datenhoheit anvertrauen? Will man deshalb auch sehr genau zugeschnittene Werbung sehen? Vielleicht gibt es da noch eine hinterhältigere Strategie, auch wenn no evil neben den bunten Bällen steht.

In diesem Jahr kommt es nun wohl irgendwann zu der Frage für Google, ob man weiterhin den eigenen Firmennamen als Markennamen für die eigenen Produkte nutzen und damit immer wieder die Frage nach der Datenspinne in der Mitte aufwerfen soll, oder ob sich Google dazu entschliesst Firma und Produktname ähnlich wie Procter&Gamble zu entkoppeln, um eine Vielfalt des Marktes zu suggerieren. Aber der Datenabgleich fände dahinter statt.

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