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Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

Guerilla-Photovoltaik per Steckdosen-Plugin

11.01.2013

Mit Mini-PV Anlagen gegen steigende Strompreise

Mit Jahresbeginn steigen die Strompreise bei uns im Schnitt um weitere 12,2 Prozent. Betroffen davon sind vor allem die 40 Mio. Haushalte in Deutschland, weil auf sie auch Kostenbestandteile für Großkunden in voller Höhe abgewälzt werden. Aber steigende Strompreise sind auch in den Nachbarländern ein großes Thema, auch wenn dort als Begründung kein EEG herhalten kann. Beispielsweise müssen auch die Briten jetzt zwischen 9 und 11 Prozent mehr bezahlen. Und selbst im Atomstromland Frankreich sind es durchschnittlich 10% Strompreissteigerung pro Jahr, ein Grund dafür findet sich anscheinend immer.

Das britische Marktforschungsunternehmen GlobalData empfiehlt europäischen Verbrauchern deshalb, in Photovoltaikanlagen zu investieren, um sich gegen die weiter überproportional steigenden Strompreise zu schützen, und rät zur Eigenverbrauchsnutzung von Solarstrom. Doch was, wenn das eigene Budget zu schmal ist für eine ausgewachsene PV-Anlage oder wenn man gar kein eigenes Dach hat, weil man Mieter ist?

Harald Wersich von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie zeigt in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift [http://www.sonnenenergie.de/index.php?id=30&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=245 Sonnenenergie], dass Kleinstanlagen Marke Eigenbau als eine Art "Guerilla-Photovoltaik" die nächste Stufe der Photovoltaiknutzung sein können. Dafür reiche es schon, ein einzelnes PV-Modul von 245 Watt und einen Wechselrichter gleicher Leistung zusammenzuschalten und das Kabel mit dem privaten Hausnetz zu verbinden. Das Modul kann auch dem Balkon oder an die Hauswand montiert werden. Wenn die Sonne scheint, laufe dann der Stromzähler entsprechend langsamer. Dieses Modell der Photovoltaik-Selbsthilfe kommt ohne Einspeisevergütung und große Investitionen aus. Es kann wegen seiner Größe zwar nur einen Teil der Tagesgrundlast des Haushalts decken, dafür kann man sich jede erzeugte Kilowattstunde mit rund 28 ct gutschreiben.

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Die aktuelle "Enthüllung" der SZ hatten wir schon 1998, deshalb frisch aus dem Archiv:

Christiane Schulzki-Haddouti 24.08.1998

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