k
Nachrichten aus Kultur und Medien

Hessen wie es singt und lacht

21.02.2012

Der Innenminister Boris Rhein – tritt nicht bei den Piraten ein

Das Bundesland Hessen gilt als "Fassenacht"-Hochburg, was jedes Jahr sehr ausführlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen dokumentiert wird. Das Internet blieb dagegen bislang von Büttenreden und Ähnlichem weitgehend verschont. Bis jetzt – denn zum heutigen Ausklang der "närrischen Zeit" verschickte ein Scherzbold, der sich als CDU-Landesinnenminister Boris Rhein ausgab, unter dem Absender boris-rhein@gmx.de und mit der Reply-Adresse kontakt@piratenpartei-hessen.de die Mitteilung, dass ihn der Rücktritt von Christian Wulff wie viele andere in der CDU "zum Umdenken gebracht" habe.

Man müsse, so der Inhalt der Mail, "zukünftig politische Ämter in diesem Land deutlich transparenter" und "mit Menschen besetzen, die nicht für die Politik dort sitzen, sondern für die Bürger". Weil sich das mit der hessischen Union "leider nicht durchsetzen" lasse, trete Rhein "mit sofortiger Wirkung aus der CDU aus und bei der Piratenpartei ein". Auch als CDU-Oberbürgermeisterkandidat für die Stadt Frankfurt am Main stehe er deshalb "nicht mehr zur Verfügung" und wolle stattdessen dazu aufrufen, den Piratenpartei-Kandidaten Herbert Förster zu wählen. Für weitere Fragen stehe Rhein "erst heute Abend beim FR-Stadtgespräch zur Verfügung".

Nun soll es in der hessischen CDU zwar tatsächlich Personen geben, die bei bestimmten Themen eine größere Nähe zur Piratenpartei als zum Ministerpräsidenten Volker Bouffier aufweisen – aber Boris Rhein gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht dazu. Der 40-jährige Innenminister gilt eher als Überwachungs-Hardliner. Entsprechend wenig überraschend ist die Bestätigung der hessischen Piraten, dass es sich bei der Massenmail "selbstredend eine Fakenachricht" handelt. Zumindest, so Pressesprecher Christian Hufgard, sei "beim Frankfurter Vorstand bisher noch kein Mitgliedsantrag eingegangen". Beim hessischen Innenministerium und unter anderen Kontaktadressen Rheins war am Dienstagnachmittag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Anzeige
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Anzeige

Noch schlimmer als zuvor

Peter Mühlbauer 30.10.2009

Was Banken und Banker aus der Krise gelernt haben

Heute ist Weltspartag. Früher kamen zu diesem Ereignis Vertreter von Geldinstituten in die Grundschulen und erklärten den Kindern in einer Art Religionsunterricht II, dass sie bei ihnen auf wundersam einfache Weise ihr Geld vermehren könnten. Dazu passend gab es Märchenbücher mit Bildern zum Einkleben und bunte Metallsparbüchsen mit beweglichem Henkel, die man hin- und herschwingen konnte.

weiterlesen
First Contact Es werde Geld ... Projekt Post-Kapitalismus
bilder

seen.by


TELEPOLIS