k
Nachrichten aus Kultur und Medien

Im Internet überzeugt Quantität statt Qualität

15.04.2010

Hauptsache man quasselt viel und oft ...

Wer im Internet Erfolg haben will, muss nicht auf Qualität achten, sondern vor allem auf Quantität. Es solle schlicht darum gehen, wer öfter und regelmäßiger seine Einträge aktualisiert, überhaupt nicht um das, was da neu gebloggt oder gewittert wird, sagte die britische Psychologin Susan Jamison-Powell auf der Jahreskonferenz der British Psychological Society.

Wer ständig präsent ist, ist auch attraktiver. Man muss sich halt durchsetzen und sich aufdrängeln, so die Qintessenz. Dann wird man schon wahrgenommen. Wie so oft ist die Grundlage der Aussage relativ dürftig. Befragt wurden gerade einmal 75 Teilnehmer von Livejournal.com, zudem wurde gezählt, wie oft jeder etwas gepostet hatte, wie viele Worte die Postings enthielten, ob sie positiv oder negativ waren und wie viele "Freunde" sie hatten.

Das Ergebnis: Je mehr die Leute schrieben, desto beliebter waren sie. Das soll nicht nur die Häufigkeit betreffen, sondern auch die Länge. Mag ja sein, dass das stimmt, aber das stimmt nicht gerade fröhlich. Die Quassler beeindrucken uns, egal, was sie uns heranlabern. Vielleicht hält man das aber auch nur im Internet aus der Distanz besser aus, während man solchen Leuten im Real Life schnell den Rücken zudrehen würde. Andererseits – Qualität, was immer das heißen könnte – scheint auch nicht gerade Erfolg zu versprechen. Popularität ist etwas anderes – irgendwie.

Anzeige
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise

Anzeige

MH370 und MH17 - Wer trägt den Schaden?

Christoph Jehle 05.11.2014

Wer muss für die Folgen der beiden Flugzeugabstürze aufkommen?

Innerhalb von weniger als fünf Monaten hat die inzwischen voll verstaatlichte Fluggesellschaft Malaysia Airline System (MAS) zwei voll besetzte Flugzeuge verloren. Die Gesellschaft sieht sich jetzt neben dem Rückgang der Buchungszahlen auch mit ersten Entschädigungsforderungen von Angehörigen der von den Abstürzen betroffenen Passagieren konfrontiert und muss den Verlust der beiden Flugzeuge verkraften. Wobei der letzte Punkt offensichtlich das geringste Problem darstellen dürfte.

weiterlesen
Cold War Leaks Nazi-Virus im Film Synthetisches Leben
bilder

seen.by


TELEPOLIS