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Internationale Frachtraten im freien Fall

16.07.2010

Der Baltic Dry Index, der z. B. die Preise der großen Erzfrachter widerspiegelt, ist zuletzt massiv eingebrochen.

Wer Anzeichen für einen bevorstehenden Einbruch der Weltkonjunktur sucht, findet in den in London berechneten Durchschnittspreisen für die Seefracht von Industrierohstoffen wie z.B. Eisenerz derzeit eine gute Bestätigung.

So hatte sich der Baltic Dry Index am Höhepunkt des Booms Mitte 2007 für die größten Frachter innerhalb eines Jahres in etwa verdreifacht und in der Spitze 11.500 Punkte erreicht. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise und dem abrupten Einbruch des Welthandels war der Index innerhalb eines Monats auf unter 1.500 Zähler gefallen, hatte sich Mitte 2009 jedoch wieder in der Gegend von 3.000 Punkten stabilisiert - was in etwa den Frachtraten vor den Exzessen des Booms entsprach. Nachdem aber Ende Mai noch Frachtraten in der Gegend von 4.000 Punkten gezahlt wurden, ist der Index zuletzt auf 1790 Punkte zurückgefallen, was, abgesehen von den Tiefstständen von Anfang 2009, den Preisen von 2003 entspricht.

Der britischen Economist merkt dazu zwar an (www.economist.com/blogs/newsbook/2010/07/shipping_rates_slump), dies könne damit zusammenhängen, dass die in den Boomzeiten georderten Schiffe mittlerweile operativ sind und die Preise drücken. Zudem seien die Preise für Containerschiffe nach wie vor hoch, was für eine nach wie vor aktive Handelstätigkeit mit Endprodukten spreche.

Wer jedoch negativ denken will, könnte vermuten, dass nunmehr in China die Rohstofflager abgebaut werden, weil mit niedrigeren künftigen Exporten und rückläufiger Bautätigkeit gerechnet wird, was übrigens gerade auch der Chef des Rohstoffgiganten Rio Tinto roundup-rio-tinto-warnt-vor-moeglichem-konjunkturrueckschlag/50144027.html: a ngemerkt hat.

Bisher hatte Chinas Kreditexpansion zu einem mehr als zehnprozentigen Binnenwachstum geführt, was die Weltkonjunktur trotz weitgehender Stagnation in den westlichen Industrieländern deutlich positiv hat ausfallen lassen. Seit Mai steht Chinas Notenbank jedoch auf der Kreditbremse, was am Anfang der globalen Wertschöpfungskette anscheinend bereits Wirkung zeigt.

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