e
Energie & Klima News
Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

Klimaschutz mit Spareffekt

05.06.2010

Kohle wird viel stärker subventioniert als bisher bekannt

Bild1.jpg
Anfang nächster Woche soll das "Sparpaket" geschnürt sein. Bisher noch Tabu aber sehr lohnend wäre auch ein Überdenken der Subventionen für die Stein- und Braunkohle. Das finanzielle Einsparpotential ist groß und mehr Klimaschutz gäbe es als Extra dazu.

Greenpeace und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FOeS) haben jetzt eine Studie vorgelegt, die die staatliche Kohle-Förderung von 1950 bis 2008 offenlegt. Stein- und Braunkohle wurden demnach 2008 durch Vergünstigungen und Subventionen mit 12,8 Mrd. Euro gefördert. Die Bundesregierung nennt in ihrem Subventionsbericht nur 1,9 Mrd. Euro. Die Diskrepanz ergibt sich weil im Subventionsbericht weitere teure Posten nicht gelistet werden. Dies sind u.a. die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten, die Absatzhilfen für heimische Steinkohle, die Forschungsförderung von Kraftwerkstechnik und CO2-Abscheidung, Steuervergünstigungen bei der Energiesteuer und die Befreiung von der Förderabgabe und von Wasserentnahmeentgelten.

Die Förderung gerade der beiden Energieträger mit dem größten CO2-Ausstoß/kWh widerspricht völlig den Klimazielen. Im Jahr 2008 lieferten Stein- und Braunkohle 24 Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs, sie verursachten dafür aber 40 Prozent der CO2-Emissionen. Eine Kilowattstunde Braunkohlestrom verursacht 1228 g CO2-Emissionen, Steinkohle 938 g/kWh. Zum Vergleich: Erdgas 560 g/kWh. Die Studie beziffert die kumulierte Förderung für Stein- und Braunkohle von 1950 bis 2008 auf mindestens 432 Milliarden Euro. Steinkohle wurde mit etwa 331 Mrd. Euro gestützt. Pro Arbeitsplatz in der Steinkohleindustrie waren das z.B. 2008 immer noch mehr als 233.000 €. Braunkohle, der CO2-intensivste Energieträger wurde mit 101 Mrd. Euro gefördert - offiziell gilt Braunkohle als "subventionsfreier Energieträger".

Anzeige
Hellwach mit Telepolis
Anzeige
Cafe
Telepolis-Cafe

Angebot des Monats:
Kaffee und Espresso aus Guatemala in der Telepolis-Edition für unsere Leser

Cover

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise

Anzeige
Cover

Vergiftete Beziehungen

Männer oder Frauen: Wer hat recht?

Demokratie am Ende?

Wolfgang J. Koschnick analysiert den Niedergang der entwickelten parlamentarischen Parteiendemokratien. Das verbreitete Klagen über "die Politiker" und die allgemeine "Politikverdrossenheit" verstellt den Blick dafür, dass alle entwickelten Demokratien in einer fundamentalen Strukturkrise stecken.

bilder

seen.by

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

Tastenkürzel:

ctrl-Taste:
Zum Wechseln zwischen Heise- und Google-Suche

esc-Taste:
Verlassen und Zurücksetzen des Eingabe-Felds

Buchstaben-Taste F
Direkt zur Suche springen

SUCHEN

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

SUCHEN

.
.