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Kontrolliert die Romney-Familie indirekt Teile der Wahlstimmen-Zählmaschinen?

22.10.2012

Über einen Investmentfonds soll Romney auf Hart Interciviv, den drittgrößten Wahlmaschinenproduzenten der USA, dessen Geräte in Swingstates wie Ohio eingesetzt werden, Einfluss ausüben können

Wie Freepress berichtet, sollen Mitt Romney und seine Familie erheblichen Einfluss auf einen Eigentümer von Wahlcomputern haben, die unter anderem im "Swingstate" Ohio eingesetzt werden.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat soll, wike schon vorher bekannt war, mitsamt seiner Frau, seinem Bruder und einem Sohn maßgeblicher Eigentümer eines Investmentfonds namens Solamere sein, dessen Homepage derzeit allerdings stillgelegt ist, so dass die weiteren Beteiligten nicht erkennbar sind. Mitt Romney selbst habe zu dessen Gründung als "Anschubfinanzierung" zehn Millionen Dollar" beigesteuert und sei persönlich bei deren erster Investorenkonferenz aufgetreten. Der nach dem Lieblings-Ski-Ort der Romneys benannte Investmentfonds hat seinerseits stark bei der Investmentfirma H.I.G. Capital investiert, die seit Juli 2011 wiederum die Mehrheit an Hart Intercivic hält und im Board drei von fünf Direktoren stellt.

Hart Intercivic ist der drittgrößten Wahlmaschinenproduzenten der USA, dessen "notorisch fehlerhafte" Wahlcomputer in vielen [http://verifiedvoting.org/verifier/searched.php?ec=allall&state=AS&equipment_type[]=All+Types&vendor[]=Hart+InterCivic&model[]=All+Models&vvpat=all&submit=Search&rowspp=20000&topicText=&stateText= Bundesstaaten], unter anderem die Stimmen in Ohio auszählen werden, einem so genannten "Swingstate", bei dem das Ergebnis nicht von vornherein feststeht. Noch nie wurde ein Republikaner Präsident, der nicht auch Ohio gewinnen konnte.

Republikanischer Betrug bereits im Jahr 2004

Die Wahlcomputer sorgten schon 2004 für einiges Aufsehen, als ein "elektronischer Schwenk von 300.000 Stimmen" Ohio von John Kerry zu Georg Busch wandern ließ, was diesem eine zweite Amtszeit ermöglichte ( Wahlcomputer bleiben unter Verdacht). Laut "Truthout" hätte sich damals zwischen 12.20 und zwei Uhr Früh in der Wahlnacht eine "statistische Unmöglichkeit" ereignet, die von einer republikanisch kontrollierten IT-Firma auf Servern in einem Keller in Chattanooga, Tennessee organisiert worden sei. Kerry verlor dabei demnach durch republikanische Manipulationen sechs Prozent der Stimmen, was ihn Ohio und den Wahlsieg kostete. Weil aber entgegen einer bundesrichterlichen Anordnung 56 von 88 Counties alle dahingehenden Aufzeichnungen zerstört hatten, konnten diese Anschuldungen niemals endgültig geklärt werden.

Bekannt ist jedoch, das heute zwei der H.I.G. Capital-Direktoren, John P. Bolduk und Douglas Berman, zu den wichtigsten Spendensammlern von Romney zählen, während H.I.G.-Angestellte bislang mindestens 338.000 Dollar zu Romneys Kampagne beigetragen haben, was insofern nicht verwundert, als ein Drittel des Managements früher für Romney gearbeitet hat. So wie damals befindet sich heute zudem Ohio – so wie neun weitere "Swing-states" - fest in republikanischen Händen, wobei es laut "Truthout" auch bei der kommenden Wahl nicht möglich sein werde, die als besonders störungsanfällig bekannten Maschinen von Hart Intercivic nachträglich verlässlich zu kontrollieren.

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