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Konzern mit Schluckauf

Klage gegen die Macher des Dokumentarsfilm "Water makes Money" - will Veolia Filmzensor sein?

Als im Oktober letzten Jahres der Film "Water makes money" von Herdolor Lorenz und Leslie Franke in die Kinos kam - hauptsächlich durch eine Graswurzelanstrengung des interessierten Publikums - (siehe Tröpfchen für Tröpfchen Qualität) da war Ärger mit den Firmen vorprogrammiert, die in diesem Film kritisiert werden.

Veolia, einer der beiden Mischkonzerne mit dem Schwerpunkt Wasser, will es sich nun nicht nehmen lassen, diesen Ärger auch zu bereiten. Wegen "Verleumdung" sollen die Dokumentarfilmer in Frankreich dran sein; laut Auskunft von watermakesmoney.org sind die Vorbereitungen zur juristischen Repression schon weit gediehen, und selbst ein Rechtshilfeersuchen, das polizeiliche Ermittlungen auch in Deutschland möglich macht, zeigt bereits Wirkung.

Die Erfahrungen von Lorenz und Franke mit der Macht Veolias sind nicht neu. Als die beiden 2005 einen Film ähnlicher Ausrichtung zusammen mit dem NDR drehten, wurde eine weitere Ausstrahlung im Sendebereich der ARD durch Lobbying unterbunden - so die Unterstützer der Filmemacher. Watermakesmoney.org ruft dazu auf, den Film weiter auszuleihen und ihn öffentlich zu zeigen wo es nur geht; eine geplante Ausstrahlung der Dokumentation auf ARTE (22.3.2011, 20.15 Uhr) ist wegen der Aktivitäten des Konzerns nicht mehr gesichert.

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Zusätzlich bedeutet die Kampfeslust eines mit enormen Mitteln und massiver juristischer Schützenhilfe versehenen Weltkonzerns für Lorenz und Franke ein erhebliches finanzielles Risiko. Sollte er sich auf irgendeiner juristischen Ebene mit seinem Vorwurf der "Verleumdung" durchsetzen, wäre aber nicht nur ganz konkret die Arbeit der beiden Dokumentarfilmer gefährdet, sondern die Pressefreiheit im Bereich der unglaublichen Vorgänge um "Public-Private-Partnerships".

Selbst wenn man sich nicht allen politischen Einschätzungen von Lorenz und Franke anschließen mag, so ist doch allein schon die dokumentarische Qualität des Films selbst aller Ehren wert. Der Unterstützungskreis ruft weiterhin zu Spenden für das Projekt auf, um die geschaffene Gegenöffentlichkeit nicht von Veolia plattwalzen zu lassen.

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