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Übermensch
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Krebs und seine Metastasen: Es ist alles viel komplizierter

Die verschiedenen Zellen eines Tumors haben oft mehr genetische Unterschiede als Gemeinsamkeiten

Krebs entsteht aus einer einzigen entarteten Krebsstammzelle, die sich immer wieder teilt. Dabei können sich die neuen Zellen verändern. Es existieren also nicht nur unterschiedliche Arten von Krebs (über 200), sondern auch die Krebszellen eines Patienten unterscheiden sich signifikant voneinander. Hierin scheint der Grund zu liegen, weshalb bei einigen Patienten trotz der Strahlen- oder Chemotherapie bestimmte Zellen weiter wachsen.

Britische Forscher haben jetzt eine Studie veröffentlicht, in der die Tumore und Metastasen von vier Patienten mit Nierenzellenkrebs näher untersucht wurden. Die untersuchten Haupttumore variierten in sich stark und entwickelten weitere Unterlinien. Genetisch, so Studienleiter Charles Swanton, würden mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zwischen den Krebszellen existieren. Die Ergebnisse würden sich mit jüngeren Berichten über Leukämien und Bauchspeicheldrüsenkrebs decken, zitiert die Süddeutsche Zeitung Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

Es können demnach in einem Körper viele Varietäten eines Krebsstamms existieren. Eine einzelne Gewebeprobe (Biopsie) kann daher ins Leere führen. Die neuen Erkenntnisse haben unbedingte Auswirkung auf die Krebstherapie. Zukünftig wird es darum gehen festzustellen, ob eine Mutation eines Krebstumors tatsächlich häufig vorkommt. Schon jetzt weiß man allerdings, dass es solche Basismutationen nicht immer gibt. Und die Entwicklung von Medikamenten für verschiedene Krebs- und Subkrebsarten wird kostspielig.

Die Studie von Charles Swanton weist erneut darauf hin, dass Früherkennung eine maßgeblich Rolle bei der Therapie spielt. Leider funktioniert diese nicht für alle Krebsarten wirklich gut. Trotz der neu entdeckten Komplexität darf nicht vergessen werden, dass die Überlebensraten bei allen Krebsarten seit Jahrzehnten ansteigen. Zur Zeit überlebt rund die Hälfte der Patienten mindestens die nächsten fünf Jahre nach einer Diagnose.

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