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Martin Sonneborn nimmt Facebook-Wahl zum Bundespräsidenten an

23.02.2012

Der ehemalige Titanic-Chefredakteur ist korruptionserfahren und brachte damit unter anderem die Fußball-Weltmeisterschaft nach Deutschland

Eigentlich wird der Bundespräsident ja von der Bundesversammlung gewählt, die sich aus allen Mitgliedern des Bundestages und einer gleich großen Anzahl von Wahlleuten aus den Ländern zusammensetzt. Allerdings wird seit langem gefordert, dass diese Wahl vom Volk durchgeführt werden soll. Das Portal The European griff dem aktuellen Wahlrecht vor und fragte auf Facebook, wer das neue deutsche Staatsoberhaupt werden soll.

Diese Wahl gewann mit einer überragenden Mehrheit von über 2.000 Stimmen Martin Sonneborn. Der Schauspieler Chuck Norris landete als konservative Alternative abgeschlagen auf Platz zwei, der Kabarettist Georg Schramm, der gestern öffentlich auf ein Antreten verzichtete, auf Platz drei.

Sonneborn ist aktuell Chef der "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" (PARTEI) und nahm die Wahl an. Der korruptionserfahrene Politiker, der mit dem Versprechen einer "Schwarzwälder Kuckucksuhr und eines Fresskorbs mit Bierkrug" die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland holte, meinte, er werde "in weiten Teilen des sogenannten Internets […] bereits seit einiger Zeit als Wulff 2.0 gehandelt", weil er aus Osnabrück komme, ein "politisch blasser Typ mit absolutem Willen zur Macht" sei und sich "stets hervorgetan [habe], wenn es darum ging, das Amt des Bundespräsidenten zu beschädigen".

Der ehemalige Titanic-Chefredakteur, den "ein entsprechendes Editorial zu Johannes Raus Zeiten" nach eigenen Angaben "mehrere Tausend Euro gekostet" hat, kündigte darüber hinaus an, "den eingeschlagenen Weg mit aller [ihm] zur Verfügung stehenden Kraft weiter zu gehen" und das seiner Ansicht nach "unwürdige und sinnlose Amt noch weiter herunterzuwirtschaften". Dazu will er zwar das Schloss Bellevue "übernehmen", nicht jedoch "Bettina und Wulffs fiese Freunde". Alles weitere möchte Sonneborn dem Bild-Chef Kai Diekmann "auf die Mailbox brüllen".

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