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Nachrichten aus Politik und Wirtschaft

Mehr geheime Missionen

25.05.2010

Im Nahen und Mittleren Osten sollen amerikanische Special Forces verstärkt Operationen vorbereiten

Die amerikanische Militärführung setzt in Iran, Saudi-Arabien und Somalia verstärkt auf den Einsatz von sogenannten Special Operations-Einheiten. Wie aus einem Geheimpapier des für die Region zuständigen Oberkommandeurs General Petraeus hervorgeht, sollen die Spezialeinheiten für mehr Aufklärung sorgen und Einsätze vorbereiten. Dazu sollen sie sich mit lokalen Kräften verbünden und "Netzwerke aufbauen". Man will sich damit von der CIA unabhängiger machen, heißt es in dem Bericht der New York Times, der das Papier zugespielt wurde. Ziel dieser Missionen sei es, al Qaida und andere militanten Gruppen, zu "durchdringen" und zu "zerstören"!. Die Direktive erstrecke sich auf feindliche wie befreundete Länder in der Region.

Hervorgehoben wird aber auch, dass die Special Operation Teams das Terrain für einen militärischen Angriff vorbereiten sollen. Dass in diesem Zusammenhang das Beispiel Iran erneut besonders hervorgehoben wird, wo die Spezialeinheiten das Atomprogramm und mögliche nützliche "dissidente Gruppen" auskundschaften sollen, erklärt möglicherweise, warum die Petraeus-Direktive, die bereits im Herbst letzten Jahres ausgestellt wurde, jetzt von der New York Times in ihrem Kerninhalt veröffentlicht wird. Sie betont noch einmal die Botschaft, dass alle Optionen, also auch die militärische, nach dem diplomatischen Coup Irans auf dem Tisch bleiben (siehe dazu Hinter den Kulissen der Teheraner Nuklear-Vereinbarung):

"Officials said the order also permits reconnaissance that could pave the way for possible military strikes in Iran if tensions over its nuclear ambitions escalate."

Details der Petraeus-Anweisung "Joint Unconventional Warfare Task Force Execute Order", die bereits laufende Operationen betreffen, werden in dem Zeitungsbericht nicht veröffentlicht. Die durch das Papier erteilte "Erlaubnis" zu verstärkten klandestinen Operationen soll, wie es heißt, keine Angriffsaktionen einschließen.

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