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Taglinger klickt neben der Spur

Mit dem eigenen sieht man besser...meistens...

16.01.2012

Ich bin mein eigener Fernsehdirektor. Zum Beispiel mit Frequency. Aber nur, bis meine Landesgrenzen anfangen

In den Zeiten, in denen die CES vor allem dazu dient, neue Computerspielarten zu finden, in denen Kinect zur Maus des 21. Jahrhunderts werden soll und die Notebooks immer noch flacher werden, ist es wieder einmal Zeit nachzusehen, was aus der guten, alten Glotze werden soll. Eine interaktive, aber nicht zu viel. Sie soll vor allem YouTube mit seinen abgerufenen drei Milliarden Videos am Tag pflegeleichter machen, oder? Und sie bleibt damit so interaktiv wie die Flimmerkiste mit drei Programmen, zwischen denen man auf dem Weg zum Kühlschrank hin und her stellen konnte.

Eine kleine, aber nette Website sorgt schon einmal dafür, dass die Videoschubse von Google erst gar nicht in den Fernseher wachsen muss. Frequency ist ein Videoaggregator, der Videos (nicht nur die von YouTube) durch meine Facebook- Twitter- und YouTube-Accounts filtert und mir so meine Videos zusammenstellt und sie auf Kanälen bereit hält. Darüber hinaus kann ich die Top 25 aller Nutzer anschauen und mir andere Kanäle präsentieren lassen.

Meine ganz private Glotze hat auch einen Guide, der Videos zum Thema sortiert. Wer schon immer alle Videos zum Thema "How To" gesucht hat, hier findet er sie. Ach ja, TV kommt als Rubrik auch noch vor. So wie in einem Automagazin die Rubrik Oldtimer existiert. Allerdings lassen sich dort nur Promos anschauen. Und wir lesen etwas, das wir so lieben im 21. Jahrhundert: We're sorry, currently our video library can only be streamed within the United States. BLABLA availibility BLABLA error BLABLA here.

Solange das Fernsehen des 21. Jahrhunderts an Landesgrenzen scheitert, wird man an Samstagabenden wohl immer wieder bei Hansi Hinterseer landen. Danke. Abschalten.

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Noch schlimmer als zuvor

Peter Mühlbauer 30.10.2009

Was Banken und Banker aus der Krise gelernt haben

Heute ist Weltspartag. Früher kamen zu diesem Ereignis Vertreter von Geldinstituten in die Grundschulen und erklärten den Kindern in einer Art Religionsunterricht II, dass sie bei ihnen auf wundersam einfache Weise ihr Geld vermehren könnten. Dazu passend gab es Märchenbücher mit Bildern zum Einkleben und bunte Metallsparbüchsen mit beweglichem Henkel, die man hin- und herschwingen konnte.

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MOOCs statt Hörsaal Projekt Post-Kapitalismus Parteiensystem im Umbruch
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