k
Nachrichten aus Kultur und Medien

Musikindustrie will stärker von Zwangsabgaben profitieren

16.01.2013

Dieter Gorny fordert einen gebührenfinanzierten Musiksender

Dieter Gorny, der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musikindustrie, bereichert die Diskussion über die Verwendung der Rundfunkbeiträge mit einem Schenkelklopfer-Geschäftsmodell: Die öffentlich-rechtlichen sollten einen gebührenfinanzierten Musiksender schaffen, um den "weiteren Generationenabriss" zu stoppen, forderte Gorny.

Statt sich weiter Gedanken über einen Jugendkanal zu machen, dessen Schaffung ARD und ZDF angbelich erwägen, sollten die Sender auf Musik setzen: "mit spannenden Formaten, innovativ und bimedial. Kurzum: einen eigenen Musiksender." Damit würde man der im Rundfunkstaatsvertrag verankerten Verpflichtung zu Kultur und Bildung "in idealer Weise" gerecht, so Gorny.

Ideal wäre die Lösung vor allem für die Musikindustrie. Sie würde über Lizenzgebühren und die Gema auch für Angebote kassieren, für die es keine Nachfrage gibt, wie das Schicksal der kommerziellen Musiksender zeigt.

Experten würden die Kosten des Musikkanals - welche die Sender tragen - auf 30 Millionen schätzen. Angesichts von 7,5 Milliarden Euro an Gebühreneinnahmen, wäre das nicht der Rede wert, lässt Gorny verstehen. Als innovatives Model schwebt ihm der Berliner Musik-Internetfernsehsender tape.tv vor. Mit einem öffentlich-rechtlichen Musiksender dieser Art würde man die "kreative Szene" hierzulande stärken.

Kommentare lesen (141 Beiträge) http://heise.de/-1994654
Anzeige
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Abhörstaat Deutschland

SIGINT-Landschaft Deutschland

Anzeige

MH370 und MH17 - Wer trägt den Schaden?

Christoph Jehle 05.11.2014

Wer muss für die Folgen der beiden Flugzeugabstürze aufkommen?

Innerhalb von weniger als fünf Monaten hat die inzwischen voll verstaatlichte Fluggesellschaft Malaysia Airline System (MAS) zwei voll besetzte Flugzeuge verloren. Die Gesellschaft sieht sich jetzt neben dem Rückgang der Buchungszahlen auch mit ersten Entschädigungsforderungen von Angehörigen der von den Abstürzen betroffenen Passagieren konfrontiert und muss den Verlust der beiden Flugzeuge verkraften. Wobei der letzte Punkt offensichtlich das geringste Problem darstellen dürfte.

weiterlesen
Krisenideologie Enthemmte Wirtschaft Abkehr von Europa?
bilder

seen.by


TELEPOLIS