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Neue Nahrung für 9/11-Verschwörungstheoretiker

16.04.2009

Wissenschafler wollen Spuren eines Thermit-Sprengstoffs in Staubproben aus der Umgebung der WTC-Türme gefunden haben.

Die Anschläge vom 11.9. 2001 sind schon längst Vergangenheit geworden, der durch sie begründete "Globale Krieg gegen den Terrorismus" ist vom neuen US-Präsidenten Obama bereits zum Unwort erklärt worden.

Auch der heiße Streit um den Hintergrund und die Täter der Anschläge ist weitgehend verstummt, auch wenn manche gemeinhin Verschwörungstheoretiker Genannte aus sehr unterschiedlichen Gründen und Argumenten weiterhin der Meinung sind, dass mehr dahinter steckt als die paar al-Qaida-Selbstmordattentäter und ihre angeblichen Hintermänner. Allerdings entbrannte in Telepolis noch einmal eine heiße Diskussion, als Nick Abbe in seinem Artikel Die Verschwörungsindustrie das Thema behandelte (siehe auch den Artikel Die Wahrheiten des Alex Jones und die natürlich die Kommentare im Forum).

Verstärkt könnten die Argumente nun durch eine Veröffentlichung in der wissenschaftlichen Open Access Zeitschrift Open Chemical Physics Journal werden, in der amerikanische, australische und dänische Wissenschaftler behaupten, im Staub und in den Trümmern der WTC-Türme Spuren von Sprengstoff gefunden zu haben ( Video des dänischen Fernsehens). Dazu gehört auch der Physiker Steve Jones, der sich seit 2005 mit der Hypothese einer kontrollierten Sprengung auf die Seite der Verschwörungstheoretiker geschlagen hat, die Scholars for 9/11 Truth & Justice gründete und deswegen 2006 von seiner Universität suspendiert wurde.

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Die rotgrauen Partikel in den Proben.

In vier kurz nach den Anschlägen gesammelten Proben von unterschiedlichen Orten, wobei allerdings nur eine aus der unmittelbaren Nähe der WTC-Türme stammt, hätten sie rotgraue Teilchen gefunden, die aus einer Verbindung von Eisenoxid und Aluminium bestehen. Die rote Substanz weise auf aktives Nano-Thermit oder Super-Thermit hin, das hoch explosiv sei und etwa am Lawrence Livermore National Laboratory hergestellt wurde. Es handele sich nicht um einen gewöhnlichen Sprengstoff, sondern sei kompliziert herzustellen und daher kaum zu erhalten.

Das National Institute of Standards and Technology, das den Einsturz der WTC-Türme untersuchte, hatte 2008 in einer abschließenden Analyse bestritten, dass es Hinweise auf Sprengstoff gibt. Für Jones sind nun die rotgrauen Partikel "the 'loaded gun' of 9-11". Selbst wenn die Proben verlässlich sind, die Analyse stimmt und es sich um "aktives Thermit" handelt, das nicht reagiert hat, aber ein hochexplosives, nanotechnologisch hergestelltes Material ist, kann dies keineswegs ein Beweis für eine Sprengung der Türme sein. Offiziell wird das keinen schlafenden Hund mehr wecken, mit Obama sind die USA in eine neue Zeit eingetreten, in der man die Vergangenheit gerne weitgehend auf sich beruhen lassen möchte. Für die Skeptiker und Verschwörungstheoretiker sind es aber neue Indizien, um die offizielle Version der Ereignisse zu hinterfragen.

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