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Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

Ölkonzerne: Satte Gewinne

19.04.2013

Forbes legt globales Ranking der Konzerne vor

Das US-Magazin Forbes hat seine neue Global-2000-Liste der größten Konzerne vorgelegt. Die Unternehmen werden nach den gleich gewichteten Parametern Umsatz, Gewinn, Vermögen und Marktwert eingeordnet. Demnach ist das größte deutsche Unternehmen wiederum VW mit einem Jahresumsatz von 254 Milliarden US-Dollar, einem Gewinn von 28,6 und einem Marktwert von 94,4 Milliarden US-Dollar. Damit ist der Wolfsburger Konzern um drei Plätze nach oben gerückt. Im Vorjahr hatte der Gewinn, wie berichtet, 21,5 und der Marktwert 79,5 Milliarden US-Dollar betragen.

Die Liste der 100 größten Unternehmen wird von drei Branchen dominiert: Banken und Finanzen, Energie sowie Automobilindustrie. Das ist unter anderem insofern interessant, als es demonstriert, gegen welch mächtige wirtschaftliche Interessen sich Klimaschutz und Energiepolitik durchsetzen müssen. Mit dem motorisierten Individualverkehr siwie dem Erdöl- und Erdgasgeschäft werden einfach unglaubliche Mengen an Geld verdient.

Unter den Autoherstellern ragt VW vor allem mit seinem Gewinn heraus. Die anderen Konzerne bleiben nämlich alle im einstelligen Milliarden-Bereich. Auffällig ist außerdem, dass unter den fünf größten Autoherstellern drei deutsche sind. Insgesamt finden sich neun Autokonzerne unter den weltweit 100 größten Unternehmen. Zusammen hatten sie einen Umsatz von knapp 1,3 Billionen US-Dollar und einen Gewinn von 72,8 Milliarden US-Dollar.

Noch größer ist das Gewicht der Energiewirtschaft. Unter den 100 größten Unternehmen finden sich aus dieser Branche 16, wobei es sich zumeist um das Geschäft mit Erdöl und Erdgas handelt. Nur auf den hinteren Plätzen finden sich mit EDF, GDF und E.on drei Unternehmen, die sich hauptsächlich als Versorger betätigen.

Diese 16 Energiekonzerne bringen es zusammen auf einen Jahresumsatz von rund 3,6 Billionen US-Dollar, was in etwa in der Größenordnung des deutschen Nationaleinkommens liegt. Ihr gemeinsamer Jahresgewinn betrug 257,3 Milliarden US-Dollar. Davon gingen allein 44,9 Milliarden US-Dollar auf das Konto von ExxonMobil (Platz 5 der Forbes-Liste). 40,6 Milliarden US-Dollar flossen in die Kassen von Gazprom (Platz 17 der Forbes-Liste). Alle Unternehmen aus der Erdöl- und Erdgasbranche auf der Liste der 100 größten Konzerne wiesen Gewinne im zweistelligen Milliarden-Bereich auf.

Interessant ist schließlich noch die Frage, welchen Ländern die gigantischen Unternehmen zugeordnet werden. Unter den zehn größten kommen je vier aus den USA und der VR China. Unter den 100 größten haben ihren Firmensitz 33 in den USA, je acht in China und Deutschland, sieben in Japan, sechs in Frankreich, fünf in Großbritannien, je vier in Brasilien und Russland sowie je zwei in Südkorea und den Niederlanden.

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